Donnerstag, 27. Juni 2019

Lufthansa-Hauptversammlung gedenkt der Germanwings-Opfer "Wir trauern um die Opfer"

Lufthansa-Chef Carsten Spohr trug sich vor Beginn der Lufthansa-Hauptversammlung im Hamburger Congress-Centrum in ein Kondolenzbuch ein

Bei der Lufthansa -Hauptversammlung hat zunächst die Trauer um die Opfer des Germanwings-Absturzes im Mittelpunkt gestanden. Die Aktionäre konnten sich am Mittwoch im Hamburger Congress-Centrum in ein Kondolenzbuch eintragen, um der 150 Opfer des schlimmsten Absturzes in der Unternehmensgeschichte zu gedenken. "Die gesamte Lufthansa- und Germanwingsfamilie trauert um die Opfer" sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber und leitete eine Schweigeminute ein.

Nach seinem ersten Amtsjahr tritt Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit einem deutlich gefallenen Gewinn von 55 Millionen Euro vor die Eigentümer des von ihm gelenkten Konzerns, die für 2014 auch keine Dividende erhalten sollen.

Gründe für das schwache Abschneiden sind unter anderem ein erhöhter Konkurrenzdruck, stark steigende Pensionslasten und hohe Kosten für den weiterhin nicht beigelegten Pilotenstreik.

Auf der Tagesordnung stehen neben den Berichten des Vorstands und des Aufsichtsrates einige Kapitalmaßnahmen und die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds. Nach dem Vorschlag des Kontrollgremiums soll Fresenius-Finanzchef Stephan Sturm (51) als Nachfolger des ausgeschiedenen Finanzmanagers Jacques Aigrain neu berufen werden.

"Wir alle sind enger zusammengerückt", sagte Spohr mit Blick auf die Auswirkungen des Absturzes mit 150 Toten auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Mit den 5400 Piloten im Konzerntarifvertrag will er nun eine Einigung in den Fragen der Alters- und Übergangsversorgung, dem Mantel- und Vergütungstarifvertrag, bei der Personalvertretung und den Regelungen für Wechsel zwischen der Lufthansa Passage, Lufthansa Cargo und Germanwings finden. Insgesamt geht es dabei um sechs Tarifverträge.

la/dpa

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung