Dienstag, 2. Juni 2020

Umfrage zu den Staatsmilliarden Lufthansa - Geld her, Klappe halten?

Lufthansa-Flieger in München: Die Airline muss sich vom Staat retten lassen, will ihm aber keine Mitsprache gewähren
REUTERS/Michaela Rehle
Lufthansa-Flieger in München: Die Airline muss sich vom Staat retten lassen, will ihm aber keine Mitsprache gewähren

Die Lufthansa ist von der Corona-Krise besonders schwer betroffen. Die Airline fliegt nur noch knapp 1 Prozent der Passagiere aus dem Vorjahr, die tägliche Zahl der Gäste sank von durchschnittlich 350.000 auf noch rund 3000. Trotz massiver Kurzarbeit laufen viele Fixkosten weiter, so dass das Unternehmen im Monat rund 800 Millionen Euro Barrerserven verliert.

Im April hatte der Dax-Konzern in einer Pflichtmitteilung an die Börse für 2020 einen ersten operativen Quartalsverlust von 1,2 Milliarden Euro gemeldet und für die laufenden Monate noch höhere Summen angekündigt. Aus eigener Kraft könne man sich nicht mehr retten, hieß es bei der Vorstellung der vorläufigen Quartalszahlen.

Nun soll der Staat dem angeschlagenen Unternehmen aus der Krise helfen. Es geht um ein Gesamtpaket in Höhe von neun Milliarden Euro. Neben einer stillen Beteiligung des bundeseigenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) geht es um einen Kredit in ungenannter Höhe und eine direkte Beteiligung des Bundes von bis zu 25 Prozent plus einer Aktie am Grundkapital des Dax-Konzerns.

Dafür will der Staat allerdings offenbar nur den Nennwert der Aktie in Höhe von 2,56 Euro zahlen - bei einem aktuellen Aktienkurs von um die 8 Euro. Durch den Rabatt soll sichergestellt werden, dass der Steuerzahler, anders als etwa bei der einstigen Rettung der Commerzbank Börsen-Chart zeigen, bei einem späteren Verkauf auf jeden Fall finanziell profitiert.


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mg

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