Freitag, 20. September 2019

Nach Abschuss von US-Drohne Lufthansa ändert Flugroute wegen Iran-US-Konflikt

Lufthansa: Teheran wird weiter angeflogen, die Straße von Hormus wird jedoch gemieden
Silas Stein/ DPA
Lufthansa: Teheran wird weiter angeflogen, die Straße von Hormus wird jedoch gemieden

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran meidet auch die Lufthansa Börsen-Chart zeigen den Luftraum über der Straße von Hormus. Wie ein Unternehmenssprecher am Freitag sagte, entschied die größte deutsche Fluggesellschaft bereits am Donnerstag, "die Straße von Hormus im persischen Golf zu umfliegen". Das Gebiet sei am Freitag noch etwas erweitert worden.

Andere Teile des iranischen Luftraums würden aber von der Lufthansa nach wie vor überflogen und etwa Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran weiterhin angeboten.

Zuvor hatten bereits andere Fluggesellschaften wie die niederländische KLM, British Airways und Singapore Airlines angekündigt, den Luftraum über der strategisch wichtigen Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zu meiden. Die US-Luftfahrtbehörde untersagte Passagiermaschinen des Landes, den vom Iran kontrollierten Luftraum in der Region zu durchqueren.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Donnerstag eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen. Teheran erklärte, das unbemannte Fluggerät habe den iranischen Luftraum verletzt. Washington weist diese Darstellung zurück. Beide Länder streiten nun darüber, wo genau die Drohne abgeschossen wurde und veröffentlichten voneinander abweichende Koordinaten.

la/afp

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung