Sonntag, 31. Mai 2020

Airlines unterwerfen sich erstmals dem Klimaschutz So will die Luftfahrt-Industrie sauber werden

Technik, Tricks und neuer Treibstoff: Wie die Fluggesellschaften in die Zukunft starten
NASA Langley/Advanced Concepts Lab, AMA

Höher, schneller, weiter - kaum eine Branche wächst weltweit so verlässlich wie die Luftfahrtindustrie. Doch der deshalb stark steigende Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen holt die Unternehmen jetzt ein.

In Montreal verhandelt die Staatengemeinschaft über einen verbindlichen Modus, der Airlines weltweit erstmals zum Handeln zwingen würde. Regionale Versuche, den CO2-Ausstoß zu reglementieren, waren unter anderem in der Europäischen Union gescheitert.

Das für Anfang Oktober erwartete Abkommen wird die Branche aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gleich in ihren Grundfesten erschüttert - hätte als erster Schritt aber wohl dennoch historischen Charakter. Geplant ist immerhin, das Wachstum der Luftfahrtindustrie ab dem Jahr 2020 klimaneutral zu gestalten. Wie bei derartigen Prozessen üblich, gehen manche Staaten voran, andere bremsen.

Die europäische Luftfahrtbranche ist an verbindlichen Regeln interessiert, die möglichst für alle gelten. "Für den Erfolg des Abkommens ist entscheidend, dass möglichst viele Staaten von Beginn an dabei sind", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Stefan Schulte, der zugleich Chef des Frankfurter Flughafens ist.

Bisher sieht es nicht so aus, als würde das klappen: Länder wie Indien und Russland haben Skepsis signalisiert. Und so sieht ein erster Entwurf für das Abkommen vor, dass die Teilnahme bis zum Jahr 2027 freiwillig ist.

Mit welchen Technik-Revolutionen, Tricks und neuen Treibstoffen will die Luftfahrtbranche nun aber tatsächlich sauber(er) werden? Erfahren Sie es in unserer Übersicht.

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