Donnerstag, 19. September 2019

Künftiger Lufthansa-Chef Ready for Take-off, Herr Spohr?

Lufthansa-Chef: Was Spohr anpacken muss
DPA

Aggressive Konkurrenten, nörgelnde Passagiere und streikbereite Piloten: Der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr muss viele Konflikte lösen, die Politik umwerben - und Vielflieger überzeugen, dass die Airline noch die richtige für sie ist.

Frankfurt am Main - Das Warten hat kein Ende. Zwar wurde Carsten Spohr nun endlich zum neuen Lufthansa-Chef gekürt, doch Amtsantritt ist erst im Mai. Zuvor sind außer der Taufe eines Airbus A380 keine größeren Auftritte mehr vorgesehen. Diese Verschnaufpause könnte Spohr nach der Vorgeschichte seiner Berufung ganz recht sein.

Mehrere Monate hatte sich der Aufsichtsrat der Lufthansa Börsen-Chart zeigen mit der Suche nach einem Nachfolger für Christoph Franz Zeit gelassen. Intern galt Spohr dabei von Anfang an als Favorit. Doch bis zuletzt wurden auch die Namen externer Manager gehandelt, darunter Ex-Telekom-Chef René Obermann.

Selbst nachdem die Entscheidung nun feststeht, erweckt Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber nicht den Eindruck, dass Spohr der Wunschkandidat war. "Wir brauchten keinen reinen Airlineexperten", sagte er dem "Spiegel", "die haben wir alle im Haus."

Dabei halten Experten den 48-Jährigen durchaus für geeignet. Als ehemaliger Pilot kennt er die Branche, als langjähriger Vorstand konnte er seine Managementfähigkeiten unter Beweise stellen. Außerdem gilt der Wirtschaftsingenieur im Vergleich zu Vorgänger Franz als umgänglicher. "Spohr hat eine sehr überzeugende Art", lobt Jürgen Pieper, Luftfahrtanalyst beim Bankhaus Metzler.

Die Überzeugungskräfte werden schnell gefordert sein. Franz hinterlässt seinem Nachfolger zahlreiche Baustellen. Ein Blick auf Spohrs To-Do-Liste:

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