Luxuslabel Jimmy Choo steht zum Verkauf Milliardärs-Familie Reimann will mit Edelschuhen Kasse machen

Edles für die Füße: US-Schauspielerin Jillian Murray bei einer Veranstaltung von Jimmy Choo in Los Angeles

Edles für die Füße: US-Schauspielerin Jillian Murray bei einer Veranstaltung von Jimmy Choo in Los Angeles

Foto: John Sciulli/ Getty Images for Jimmy Choo
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Kaffee, Luxus und mehr: Das ist das Reich des Milliardärs-Clans Reimann

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Die Milliardärs-Familie Reimann macht seit einiger Zeit von sich reden, weil sie für Milliardensummen reihenweise Firmen zusammenkauft. Zuletzt sorgte beispielsweise die Übernahme der US-Bäckerei- und Sandwichkette Panera durch die von den Reimanns kontrollierte Holding JAB für 7,5 Milliarden Dollar für Schlagzeilen.

Doch die Reimanns können offenbar auch anders: Wie am Montag bekannt wurde, könnte der verschwiegene Clan aus dem Mannheimer Raum, der laut Reichstenliste des manager magazins das zweitgrößte Privatvermögen in Deutschland angehäuft hat, demnächst beim Verkauf einer Firma Kasse machen.

Konkret geht es um den Luxusschuh-Hersteller Jimmy Choo, der sich mehrheitlich im JAB-Besitz befindet. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, stellt es sich selbst zum Verkauf. Und wie JAB zeitgleich wissen ließ, unterstützt der Hauptgesellschafter diesen Veräußerungsprozess.

Jimmy Choo ist vor allem für extravagante Schuhmode bekannt, vertreibt allerdings auch dazu passende Accessoires. Im Beteiligungsportfolio der Reimanns ist das Unternehmen, an dem JAB etwa 67 Prozent der Anteile hält, Teil der Luxussparte, in der sich beispielsweise auch die Lederjackenmarke Belstaff befindet.

Über die Gründe für den geplanten Firmenverkauf wollte Jimmy Choo auf Anfrage nichts mitteilen. Der Zeitpunkt scheint jedoch gut gewählt. Die Aktie von Jimmy Choo war nach dem Börsengang 2014 zunächst zwar gestiegen, dann aber heftig unter Druck geraten.

In den vergangenen Monaten erholte sich das Papier jedoch - wie viele andere Luxuswerte an der Börse ebenfalls - wieder. Gegenwärtig notiert Jimmy Choo  in Frankfurt bei 2,12 Euro wieder deutlich über dem Niveau vom IPO. Damit ist das Unternehmen zurzeit etwa 775 Millionen Euro wert. Allein die Meldung vom möglichen Verkauf ließ den Kurs am Montag um 5 Prozent steigen.

Bis die Reimanns Geld sehen werden, müssen sie sich aber wohl noch etwas gedulden. Noch gibt es laut Mitteilung keine Angebote oder Annäherung an Interessenten. Beraten wird Jimmy Choo bei dem geplanten Deal von der Bank of America Merrill Lynch sowie der Citigroup.

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