Goldfinger, Dr. No, Blofeld & Co. Die reichsten James-Bond-Schurken aller Zeiten

Von Arne Gottschalck

James Bond rettet die Welt und trinkt einen Martini. Dieses Prinzip hält die James-Bond-Maschine am Laufen - schon seit dem ersten Film, Dr. No aus dem Jahr 1962. Seitdem trägt Bond Anzüge britischer Machart, zerstört etliche Autos der oberen Preisklassen und bricht so manches Herz - wie auch im neuen Bond-Streifen "Spectre", der am Donnerstag in den Kinos startet. So weit, so eindimensional.

Ganz anders sieht es bei Bonds Gegenspielern aus, den Schurken und Bösewichten. Der eine beschäftigt einen stämmigen Asiaten, der die Gegner seines Herrn per fliegender Melone enthauptet, der andere ist Hobby-Voodoo-Magier. Wieder ein anderer bevorzugt vergoldete Feuerwaffen. Bunt und vielfältig ist der Welt der Finsterlinge. Reich indes sind sie alle. Kein Wunder, denn die Weltherrschaft kostet nun einmal einiges.

Das Magazin "Forbes"  hat sich einmal über die Zahlen gebeugt, sie ein wenig geschüttelt, vielleicht auch gerührt - und heraus kam ein Überblick über die reichsten Schurken und deren Imperien. Wie hat "Dr. No" sein Geld gemacht? Wer ist noch reicher als Goldfinger und warum? Sehen Sie selbst.

Platz 10 - Dr. No - reich durch Immobilien

Platz 10 geht mit 110 Millionen Dollar an Dr. No. Seinen Auftritt hatte er, wenig überraschend, im Film "Dr. No" aus dem Jahr 1962. Eigentlich ein Nuklearwissenschaftler, hat er sich den Immobilien verschrieben, genauer, dem Landerwerb.

Auch ohne Nullzinspolitik der Notenbanken und entsprechender Preisblase am Immobilienmarkt haben ihm diese Latifundien offenbar viel Geld eingebracht - er nennt unter anderem eine Champagner-Sammlung sein eigen. Und natürlich eine bionische Hand.

Platz 9 - Scaramanga - Millionen mit dem goldenen Colt

Platz 9 geht an Francisco Scaramanga und seine 115 Millionen Dollar. Die Quelle seines Wohlstands ist nicht ganz mit dem Gesetz in Einklang zu bringen - es sind Mord & Totschlag, Scaramanga ist ein Profi-Killer.

Pro "Vorgang" ließ sich Scaramanga mit einer Million Dollar bezahlen. Da reichte es dann natürlich zu einem goldenen Schießgerät. 1974 wurde "Der Mann mit dem goldenen Colt" auf Zelluloid gebannt.

Platz 8 - Elektra King - erben und erben lassen

420 Millionen nennt Bond-Widersacherin Elektra King ihr Eigen - das macht Platz 8 in der Forbes-Aufstellung. Öl war das Geschäft der Schurkin, die ihren Hubschrauber mit einer Kettensäge ausstatten ließ. Selfmade-Woman ist sie allerdings nicht, sondern Erbin ihres reichen Vaters Robert. 1999 schaffte sie es ins Kino - mit "Die Welt ist nicht genug".

Platz 7 - Karl Stromberg - ein reicher Freund der Haie

Foto: epa Monterey Bay Aquarium Founda/ picture alliance / dpa

Karl Stromberg bringt es laut Forbes auf 640 Millionen Euro - er war ein Schiffsmagnat, der sich ein Unterwasser-Heim hat aufbauen lassen. U-Boote und Unterwasser-Forschungsstation inklusive. Das bedeutet Platz 7.

Stromberg war auch begeisterter Ichtyologe, also Fischkundler. Und hielt sich entsprechend einen Hai als Haustier. Passend für "Der Spion, der mich liebte" aus dem Jahr 1977.

Platz 6 - Blofeld - die Importgeschäfte des "Catman"

Gleichfalls 640 Millionen Dollar sind es im Falle Ernst Stavro Blofeld, der unter anderem in "Man lebt nur zweimal" und "Thunderball" auftauchte. Seinen Wohlstand hat er aus diversen Quellen geschöpft - heute würde man wohl Import/Export sagen. Platz 6.

In Erinnerung bleiben wird vor allem seine weiße Katze, die auf seinem Schoss saß und schurkische Liebkosungen über sich ergehen lassen musste.

Platz 5 - Franz Sanchez - Lizenz zum Gelddrucken

Foto: Corbis

Platz 5 geht an Franz Sanchez mit einer Milliarde Dollar. Drogen sind sein Metier - kein Wunder, dass ein weißer Hai zu seinen Spielzeugen zählt. Die berühmte Rückenflosse dürfte so manchen Gegner von allzu vorlauter Kritik abgehalten haben. Zumindest im Film "Lizenz zum Töten" aus dem Jahr 1989.

Platz 4 - Elliot Carver - der milliardenschwere Medienmann

Foto: Felix Knoke

3,9 Milliarden Dollar gehören dem Netzwerker Elliot Carver, der sein Vermögen mit Medien gemacht hat - zumindest in "Der Morgen stirbt nie" aus dem Jahr 1997. Unvergessen sein unsichtbares Boot, um das sich die Seestreitkräfte der Welt reichen dürften. Gleichviel, es reicht mit knapp 4 Milliarden Dollar für Platz 4.

Platz 3 - Max Zorin - Im Angesicht der Microchips

Max Zorin gehören 5,3 Milliarden Dollar, was ihn auf Platz 3 der Schurken-Rangliste führt. Microchips sind die Quelle dieses Reichtums. Der gebürtige Ostdeutsche war Freund des Pferdesports. So zumindest will es der Film "Im Angesicht des Todes" aus dem Jahr 1985.

Platz 2 - Auric Goldfinger - alles auf Gold

Platz 2 gebührt dem wohl bekanntesten Schurken, nämlich Auric Goldfinger. Passenderweise hieß der Film aus dem Jahre 1963 ebenso. Den Starinvestor Warren Buffett dürfte Goldfinger allerdings in die Verzweiflung treiben - denn Goldfinger glaubt nicht an Streuung seines Vermögens, sondern ausschließlich an Gold.

Es reicht offenbar, unter anderem für einen Rolls-Royce Phantom aus dem Jahr 1937. Forbes hat Goldfingers Vermögen auf rund 6,5 Milliarden Dollar hochgerechnet. Und wer ist nun der reichste Schurke?

Und Platz 1 geht an ...

Hugo Drax aus dem Film "Moonraker" des Jahrgangs 1979 - seine 7,6 Milliarden Dollar reichen für den Spitzenplatz unter den Bond-Schurken. Der Weltraum machte diesen Wohlstand möglich. Drax Industries betrieb zum Beispiel eine Weltraumstation und mehrere "Shuttles".

Der Hobbymusiker Drax liebte zum Beispiel den englischen Nachmittagstee. Platz 1 - darauf einen Gurken-Sandwich!

Star-Investor: Das sagt Warren Buffett zur Volkswagen-Krise

Mehr lesen über Verwandte Artikel