Montag, 19. August 2019

Mega-Hurrikan im Anmarsch Sturm "Irma" verunsichert Menschen und Märkte

Zerstörerische Schönheit: "Irma" gilt als größter und gefährlichster Hurrikan, der sich bislang gebildet hat. Das Bild zeigt die Aufnahme eines Wettersatelliten

"Irma" - das klingt ein wenig wie die Unschuld vom Lande. Doch der Sturm, der sich derzeit mit weniger als 30 Km/h auf Südflorida in den USA zubewegt, stellt alles bislang Bekannte in den Schatten, sagen Meteorologen und Analysten - und warnen vor fürchterlichen Verwüstungen, sollte der Hurrikan mit ungebremster Intensität die Ostküste der USA erreichen.

Bis zu 300 Stundenkilometer schnell dreht sich der Monster-Hurrikan und hat eine Ausdehnung von 600 Kilometern. "Irma" gilt als der stärkste Hurrikan, der jemals über dem Atlantik registriert wurde.

Der gefährliche Hurrikan traf in der Karibik erstmals auf Land. Am frühen Mittwoch gegen 02.00 Uhr erreichte "Irma" die zu den Kleinen Antillen gehörende Insel Barbuda und zog dann zu den Inseln Saint-Barthélémy und Saint-Martin weiter. Dort richtete er nach Angaben der französischen Regierung schwere Schäden an. Das französische Überseegebiet Saint-Barthélémy ist besonders beim internationalen Jet-Set beliebt. Die Behörden rechneten damit, dass der Sturm weiter an Kraft zunimmt. Zuvor wurden bereits Böen mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von 360 Stundenkilometern gemessen. Danach gingen die Instrumente des französischen Wetterdienstes im Sturm verloren.

Die Karibik ist in heller Aufregung

Während US-Präsident Donald Trump für Florida sowie für die US-Außengebiete Puerto Rico und Virgin Islands den Notstand ausrief, bereiteten sich Behörden in der gesamten Karibik auf "Irma" vor. Die Nationalgarde wurde aktiviert, die Küstenregionen evakuiert. Die Behörden richteten 456 Notunterkünfte für mehr als 63.000 Menschen ein. Die niederländische Regierung schickte rund 100 Soldaten auf die Inseln Sint Maarten, Sint Eustatius und Saba.

Der mögliche Weg des Sturms

Auf seinem Zug könnte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Kuba, Haiti und die Bahamas bedrohen. Als immer wahrscheinlicher gilt zudem, dass der Hurrikan auf Florida treffen könnte. Setzt "Irma" seinen derzeitigen Kurs fort, könnte der Hurrikan zum Wochenende in Florida auf Land treffen.

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