Dienstag, 17. September 2019

Mega-Hurrikan im Anmarsch Sturm "Irma" verunsichert Menschen und Märkte

Zerstörerische Schönheit: "Irma" gilt als größter und gefährlichster Hurrikan, der sich bislang gebildet hat. Das Bild zeigt die Aufnahme eines Wettersatelliten

2. Teil: Märkte verunsichert, Analyst warnt vor größtem Schaden in der US-Geschichte

An den Kapitalmärkten zeigten sich Investoren verunsichert. Die Papiere europäischer Rückversicherer gaben wie am Vortag zunächst deutlich nach. Die Aktien von Munich Re Börsen-Chart zeigen, Hannover Rück Börsen-Chart zeigen, Swiss Re Börsen-Chart zeigen und der französischen Scor verloren zwischen 0,92 und rund 2 Prozent, konnten am Nachmittag (MESZ) aber ihre Verluste reduzieren.

Deutlicher fiel die Reaktion der US-Wettbewerber aus: An der Wall Street ging es für Assekuranzen wie Everest Re, XL Group, Validus oder Renaissance um 5,8 bis 8,8 Prozent abwärts. Sie schlossen am Dienstag damit nahe ihrer Tagestiefs.

Für die Gewinne und die Buchwerte in der Branche könne "Irma" ein schwerer Schlag werden, schrieb der Analyst Jay Gelb von der Investmentbank Barclays in einer Studie. "Der versicherte Schaden könnte der größte überhaupt in der Geschichte der USA werden", warnte Gelb. Er könne den 2005 vom Hurrikan "Katrina" verursachten Schäden von inflationsbereinigt 50 Milliarden US-Dollar gleichkommen.

Ölpreise ziehen deutlich an

Nach dem Wirbelsturm "Harvey" droht auch "Irma" die Ölmärkte durcheinanderzubringen. Nordseeöl der Sorte Brent zog am Mittwoch um 1,5 Prozent auf 54,16 Dollar je Barrel (159 Liter) an. US-Leichtöl WTI verteuerte sich um ein Prozent auf 49,15 Dollar. "Nach 'Harvey' ist vor 'Irma'", schrieben die Analysten der Commerzbank in ihrem Tageskommentar.

rei mit Nachrichtenagenturen

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