Dienstag, 25. Juni 2019

Zahlen über den Erwartungen Alles doch nicht so schlimm - Anleger feiern IBM

IBM litt im abgelaufenen Jahr auch unter dem starken Dollar, denn der Konzern erwirtschaftet einen Großteil der Erlöse nicht im Dollar-Raum

Der IT-Dienstleister IBM weist für das jüngste Quartal weniger Umsatz und weniger operativen Gewinn aus. Analysten hatten ganz offensichtlich aber noch schlechtere Zahlen erwartet. So konnte IBM die Investoren positiv überraschen, die Aktie zog kräftig an.

Ein schwaches Stammgeschäft und ungünstige Wechselkurse haben IBM Börsen-Chart zeigen zum Jahresende weiter belastet. Im Schlussquartal fielen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 3,5 Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar (19,2 Milliarden Euro), teilte der weltgrößte IT-Dienstleister und das ehemalige Computer-Urgestein am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 21,71 Milliarden Dollar gerechnet.

Das Nettoergebnis legte zwar kräftig auf 2,0 Milliarden Dollar zu. Allerdings hatte eine hohe Abschreibung aufgrund der US-Steuerreform die Bilanz im Vorjahr verhagelt, was den Vergleich verzerrt. Der operative Gewinn sank um 8 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar.

Dennoch übertrafen die Zahlen die Erwartungen. Die Aktie legte nachbörslich in der Spitze um bis zu 7 Prozent zu. Zuwächse in einigen der neueren Geschäftsbereiche wie Cloud-Diensten, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz hoben die Stimmung am Markt. Zudem lag IBM auch mit seinem Ausblick auf das restliche Jahr über den Prognosen.

Doch der IT-Dino leidet weiter unter der Schwäche in der klassischen Hardware-Sparte. Ein weiteres Problem ist der starke Dollar, der die internationalen Einnahmen nach Umrechnung in heimische Währung schmälert.

Der US-Konzern macht seine Erlöse überwiegend im Ausland. Im Gesamtjahr 2019 schaffte IBM immerhin ein Mini-Umsatzplus auf 79,6 Milliarden Dollar. Der Überschuss betrug 8,7 Milliarden Dollar.

rei/dpa-afx/Reuters

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