Vermögende Privatpersonen investieren in Bundesligisten HSV sammelt Geld über Stadion-Anleihe ein

Schön und groß: Die HSV-Spieler feiern am 14. Februar ihren Sieg gegen Borussia Mönchengladbach im Volksparkstadion.

Schön und groß: Die HSV-Spieler feiern am 14. Februar ihren Sieg gegen Borussia Mönchengladbach im Volksparkstadion.

Foto: Christian Charisius/ dpa

Sportlich läuft es noch nicht rund, dafür aber kommt der Hamburger Sport-Verein (HSV) bei der Neustrukturierung seiner Schuldenlast voran: Nach Informationen von manager-magazin.de hat der Fußball-Bundesligist bei vermögenden Privatanlegern eine Stadion-Anleihe im Umfang von 40 Millionen Euro platziert.

Für ihr Geld erhalten die Investoren Zinsen in Höhe von fünf Prozent. Zehn Jahre läuft die Anleihe. Besichert ist das Papier mit dem Wert des Volksparkstadions. Sollte der HSV insolvent werden, würde die Arena an die Anleihe-Investoren fallen.

Mit dem Erlös aus der Platzierung kann der HSV seinen Gönner Klaus-Michael Kühne (79) bedienen, der dem Verein zuvor Geld geliehen hatte, damit der seine teuren Bankschulden für die Finanzierung des vereinseigenen Stadions in Höhe von 25 Millionen Euro ablösen konnte. Logistikunternehmer Kühne, ein gebürtiger Hamburger mit Wohnsitz in der Schweiz, hat dem HSV in den vergangenen Jahren immer wieder aus finanziellen Engpässen geholfen.

Aktuell hat der Verein vor allem dank seiner Hilfe Spieler in Wert von mehr als 30 Millionen Euro verpflichten können, um wieder höhere Tabellenregionen anzupeilen - ein Investment, das dem Verein aufgrund seiner desaströsen Finanzlage eigentlich nicht möglich gewesen wäre und für Verdruss bei vielen Konkurrenten sorgt.

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Bereits im Frühjahr hatte es Gerüchte über eine Stadionsanleihe gegeben, aber erst jetzt wurde das Wertpapier platziert. Der HSV wollte die Informationen nicht kommentieren.

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