Dienstag, 22. Oktober 2019

Howard Schultz' Pläne für die US-Präsidentschaft Wie der Starbucks-Chef Donald Trump entthronen will

Howard Schultz: Der frühere Starbucks-Chef will als unabhängiger US-Präsidentschaftskandidat antreten
Getty Images
Howard Schultz: Der frühere Starbucks-Chef will als unabhängiger US-Präsidentschaftskandidat antreten

Der ehemalige Starbucks-Chef und langjährige US-Demokrat Howard Schultz strebt als unabhängiger Kandidat die US-Präsidentschaft an. Er habe bereits mit den Vorbereitungen begonnen, um in allen 50 US-Bundesstaaten an der Wahl teilnehmen zu können, sagte der 65-jährige Ex-Chef der Café-Kette der "New York Times" am Sonntag.

Ganz endgültig ist Schultz Entscheidung aber noch nicht: Er plane, die USA in den kommenden drei Monaten auch im Rahmen einer Tour für sein neues Buch "From the Ground Up" zu durchqueren. Erst danach werde er dann wirklich entscheiden, ob er an dem Rennen teilnehme, erklärte er in dem Interview.

Schultz war im vergangenen Jahr aus dem operativen Kaffeegeschäft ausgeschieden. Seine Entscheidung, als unabhängiger Kandidat antreten zu wollen, begründete er so: Sowohl Demokraten als auch Republikaner seien in Ideologien verhaftet. Dabei hätten sie das Wohl der amerikanischen Bevölkerung aus den Augen verloren. "Unser politisches System ist kaputt", sagte Schultz.

Träte er als Demokrat an, müsse er Dinge vertreten, an die er nicht glaube, da die Partei so sehr nach links gerückt sei. Als Beispiele nannte er Forderungen nach einer kostenlosen Hochschulausbildung und einer kostenlosen Gesundheitsversorgung. Diese Ziele sind nach Ansicht des Managers angesichts einer Staatsverschuldung in Billionenhöhe schlicht nicht finanzierbar. Und sie seien auch nicht weniger falsch als die von Donald Trump geforderte Mauer zu Mexiko.

"Muss nicht jemand die Wahrheit darüber sagen, was wir uns leisten können und gleichzeitig ein tiefes Mitgefühl und Einfühlungsvermögen gegenüber dem amerikanischen Volk behalten?", skizzierte Schultz seine Vorstellungen gegenüber der Zeitung und in der Fernsehsendung "60 Minutes".

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