Verdacht auf Insiderhandel Hexagon-Chef Ola Rollen in Schweden verhaftet

Verhaftet: Ola Rollen ist der Kopf hinter dem Erfolg von Hexagon

Verhaftet: Ola Rollen ist der Kopf hinter dem Erfolg von Hexagon

Foto: REUTERS

Paukenschlag in Schweden: Mit Hexagon-Chef Ola Rollen wurde der CEO einer der größten Technologiefirmen des Landes wegen des Verdachts auf Insiderhandel verhaftet. Wie schwedische Behörden laut "Financial Times" mitteilten, wurde Rollen bereits am vergangenen Mittwoch in Haft genommen. Er solle noch bis Samstag festgehalten werden, heißt es.

Rollen steht seit 16 Jahren an der Spitze von Hexagon. Er hat das Unternehmen vom kleinen Fischimporteur und Betreiber von Pflegeeinrichtungen zu einem weltweit operierenden Tech-Konzern gemacht. Hexagon gehört heute zu den global führenden Herstellern von Messtechnik und Geoanalytik mit rund 16.000 Mitarbeitern rund um den Globus. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 11,6 Milliarden Euro ist Hexagon zudem eines der wertvollsten Unternehmen Schwedens. Der Börsenwert des Haushaltsgeräte-Herstellers Electrolux liegt nur etwa halb so hoch.

Die Nachricht von Rollens Verhaftung löste an der Börse die entsprechende Reaktion aus: Die Hexagon-Aktie fiel am Montag um 5 Prozent. Wie der Konzern inzwischen mitgeteilt hat, soll vorübergehend Finanzchef Robert Belkic an die Spitze rücken.

Über die Details der Vorwürfe gegen Rollen wollten die Behörden laut "FT" keine Angaben machen. Ola Rollens Verteidiger werden jedoch mit der Information zitiert, es gehe dabei um den Kauf von Anteilen an Next Biometrics, eines Anbieters von Fingerabdruck-Sensoren, durch Greenbridge Partners, eine Private-Equity-Firma, die von Rollen gegründet wurde, und an deren Spitze der Manager nach wie vor stehe. Ola Rollen weise die Vorwürfe mit Nachdruck zurück, so dessen Anwälte.

cr/rtr
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