Mittwoch, 22. Mai 2019

L'Oréal winkt bei Wella ab Henkel liegt im Rennen um P&G-Tochter vorne

Haarpflegespezialist: Wella wird einem Bericht zufolge mit 5,5 bis 7 Milliarden Dolar bewertet

Der Konsumgüterhersteller Henkel ist Kreisen zufolge Favorit im Rennen um den Haarpflegespezialisten Wella. Die Sparte des US-Branchenkollegen Procter & Gamble (P&G) werde mit 5,5 bis 7,0 Milliarden Dollar bewertet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen.

Henkel sei in einer guten Position, sich gegen Finanzinvestoren wie CVC und Bain duchzusetzen. Diese seien vor allem an dem professionelle Kunden ansprechenden Teil von Wella interessiert. Die immer wieder aufkommenden Gerüchte, wonach Henkel ein Auge auf den Haarpflegespezialisten geworfen haben soll, wollte Henkel-Chef Kasper Rorsted bisher nicht kommentieren.

Henkel Börsen-Chart zeigen-Aktien setzten sich in einem schwachen Marktumfeld mit plus 1,4 Prozent an die Dax-Spitze.

Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal winkt derweil bei Wella ab. "Als Weltmarktführer sind wir bei Friseuren mit eigenen Marken sehr gut aufgestellt", sagte Vorstandsmitglied Nicolas Hieronimus dem "Handelsblatt".

Der deutsche Branchenkollege Beiersdorf hatte zur Monatsmitte gesagt, dass ein Wella-Kauf keine Priorität für das Unternehmen sei, für andere Konzerne wäre eine Übernahme interessanter.

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ts/dpa-afx

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