Samstag, 24. August 2019

Kochboxenversender Hellofresh schreibt erstmals einen Vorsteuergewinn

Kochbox von Hellofresh auf dem Weg: 250 Millionen Essen will das Unternehmen im Jahr 2019 weltweit ausliefern lassen

Der Kochboxen-Versender Hellofresh blickt nach den Zahlen zum zweiten Quartal etwas optimistischer. Aufgrund eines starken Halbjahres rechnet das Unternehmen nun, das obere Ende der bisherigen Jahresziele zu erreichen. Demnach soll der um Währungseffekte bereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 28 bis 30 Prozent zulegen, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die um Sondereffekte bereinigte Gewinn-Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll im Bereich von minus ein bis plus ein Prozent liegen. Zuvor hatte der Konzern ein Umsatzwachstum von 25 bis 30 Prozent bei konstanten Wechselkursen und eine bereinigte Ebitda-Marge von von minus zwei bis plus ein Prozent auf dem Zettel.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 37 Prozent auf 437 Millionen Euro. Rechnet man Währungseffekte heraus, dann betrug das Plus 31,5 Prozent. Davon blieben beim operativen Ergebnis (Ebitda) 4,1 Prozent hängen. Hellofresh wies mit 18,3 Millionen Euro zum ersten Mal ein positives bereinigtes Ebitda aus.

Die Zahl der Bestellungen zog um mehr als ein Drittel auf 8,9 Millionen an. Insgesamt hat der Kochboxen-Versender rund 2,4 Millionen aktive Kunden, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal. Der Kochboxenversender war Ende 2017 von Rocket Internet an die Börse gebracht worden.

Das Unternehmen geht davon aus, im laufenden Jahr weltweit mehr als 250 Millionen Mahlzeiten auszuliefern.

rei/dpa

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