Brauereikonzern Heineken erwartet Gewinnrückgang

Vor allem in Mittel- und Osteuropa trinken die Menschen offenbar weniger Bier als früher. Der Braukonzern Heineken bekommt das zu spüren - und muss deshalb seine Prognose kürzen.
Heineken-Bier: Der Konzern nimmt die Prognose zurück

Heineken-Bier: Der Konzern nimmt die Prognose zurück

Foto: TOBY MELVILLE/ REUTERS

Amsterdam - Der niederländische Bierbrauer Heineken rechnet wegen der Zurückhaltung der Kunden in Mittel- und Osteuropa und des starken Euro  mit einem Gewinnrückgang im laufenden Jahr. Der Ertrag werde nun doch einstellig sinken, teilte der weltweit drittgrößte Brauereikonzern am Mittwoch in Amsterdam mit.

Zuvor hatte Heineken noch mit mehr oder weniger stabilen Ergebnissen gerechnet. Gegensteuern will der Konzern, zu dem auch Marken wie Paulaner und Foster's gehören, mit weiteren Sparmaßnahmen vor allem in Europa.

Bereits im zweiten Quartal hatte der Brauer mit einem Absatzrückgang zu kämpfen und die Kostenschraube fester angezogen. Weil Heineken sich stärker auf höherwertige Biere konzentriert und gute Preise durchsetzen konnte, entwickelte sich der Umsatz aber besser. Die Erlöse legten im dritten Quartal um ein Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu, wohingegen das Volumen in dieser Zeit um 2 Prozent gesunken war.

Nach Steuern verdiente Heineken 483 Millionen Euro - nach 568 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. An der Börse kamen die Zahlen und die gesenkte Prognose schlecht an. Die Heineken-Aktie verlor zu Handelsbeginn mehr als 3 Prozent.

cr/dpa
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