Sonntag, 15. Dezember 2019

Probleme beim Elektrobike LiveWire Harley-Davidson stoppt Produktion von Elektro-Motorrädern

Harley-Davidsons Elektro-Motorrad LiveWire kostet knapp 30.000 Dollar - kein Preis, der auf eine junge oder jüngere Kundschaft abzielt. Jetzt gibt es zudem technische Probleme mit dem E-Bike.
Harley-Davidson
Harley-Davidsons Elektro-Motorrad LiveWire kostet knapp 30.000 Dollar - kein Preis, der auf eine junge oder jüngere Kundschaft abzielt. Jetzt gibt es zudem technische Probleme mit dem E-Bike.

Der US-Motorradbauer Harley-Davidson hat die Produktion und Auslieferung seines ersten Elektro-Motorrads LiveWire gestoppt. Das Unternehmen begründete dies in einer Mitteilung vom Montagabend (MEZ) mit einem Problem bei den letzten Qualitätschecks. Nähere Angaben gab es zunächst nicht.

Fest steht: Für Harley-Davidson ist die Panne bitter - der Hersteller leidet ohnehin schon unter sinkender Nachfrage. Harley-Chef Matt Levatich hatte gehofft, mit den E-Motorrädern endlich jüngere Kunden anzuziehen und den Absatz zu steigern.

Händler berichten jedoch, dass vor allem langjährige Harley-Fahrer das Elektromodell bestellten. Das Interesse sei zunächst groß, berichten Verkäufer. "Aber sobald das Gespräch auf den Preis kommt, verschwindet es sofort."

Das 116 Jahre alte Unternehmen kämpft seit längerem damit, dass seine Kunden immer älter werden. Harley verkauft mehr als die Hälfte seiner Motorräder in den USA. 2018 ging der Absatz auf dem Heimatmarkt so stark zurück wie seit vier Jahren nicht mehr, und auch für das laufende Jahr wird ein Minus erwartet.

Laut einem internen Memo, aus dem das "Wall Street Journal" zitierte, gibt es ein Problem mit dem Ladegerät des 30.000 Dollar teuren Fahrzeugs. Ab wann das LiveWire-Modell wieder ausgeliefert wird, sei vorerst unklar. Dem Unternehmen zufolge sind zunächst weitere Tests und Analysen nötig.

Harley-Davidson hatte das Motorrad im Januar auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zusammen mit dem japanischen Elektronik-Konzern Panasonic präsentiert und nach eigenen Angaben gerade erst mit den ersten Auslieferungen an Händler begonnen.

rei mit Nachrichtenagenturen

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