Freitag, 22. November 2019

Hall of Fame der deutschen Wirtschaft Warum diese drei Deutschen dem manager magazin eine besondere Ehrung wert sind

Drei Spitzenleute: Herbert Hainer, Heinz Hermann Thiele, Martin Herrenknecht (v.l.n.r.)
Wolfgang von Brauchitsch für manager magazin
Drei Spitzenleute: Herbert Hainer, Heinz Hermann Thiele, Martin Herrenknecht (v.l.n.r.)

Der Maschinenbau-Pionier Martin Herrenknecht (74), der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer (62) und der Industrielle Heinz Hermann Thiele (76) sind in die 'Hall of Fame' des manager magazins aufgenommen worden. Das Wirtschaftsmagazin ehrt mit der Mitgliedschaft in der symbolischen Ruhmeshalle alljährlich herausragende Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft. Mit den drei Laureaten hat manager Magazin mittlerweile 64 Persönlichkeiten in die Hall of Fame aufgenommen - Unternehmer, Manager, Gewerkschaftsführer und Politiker, die sich um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht haben.

Martin Herrenknecht sei ein "Aushängeschild der deutschen Wirtschaft", sagte Altbundeskanzler Gerhard Schröder in einer Feierstunde in Frankfurt am Main. Herrenknecht sei es gelungen, in nur einer Generation einen globalen Champion für Maschinen des Tunnelbaus zu erschaffen. Sein Unternehmen mit 5000 Beschäftigten und 1,3 Milliarden Euro Umsatz sei ein "beispielgebender deutscher Mittelständler" und trage damit "zum hohen Ansehen unseres Landes in der Welt" bei. Schröder würdigte zudem das vielfältige soziale Engagement Herrenknechts.

Herbert Hainer sei eine "Ausnahmeerscheinung unter den Konzernmanagern", würdigte Weltklasse-Golfer Sergio Garcia den langjährigen Adidas-Chef. Mit Enthusiasmus für den Sport und ungewöhnlicher Empathie habe Hainer den Umsatz des Sportartiklers nahezu vervierfacht und der Marke mit den drei Streifen weltweit neue Geltung verschafft. Garcia, der erst im April mit dem Masters in Augusta das prestigeträchtigste Golf-Turnier der Welt gewonnen hatte und seine Laudatio im grünen Masters-Sakko hielt, nannte Hainer "einen Freund, auf den man sich auch in Krisenzeiten verlassen kann" und der wie ein Sportler bei Rückschlägen nie aufgesteckt habe.

Heinz Hermann Thiele sei ein "herausragender Unternehmer und Antreiber"", würdigte der Co-Chairman der Investmentbank Rothschild, Klaus Mangold, den Geehrten. Thiele, Kopf und Eigentümer der Knorr-Bremse AG, einem der weltweit führenden Hersteller von Bremssystemen für Bahnen und Nutzfahrzeuge, habe eine beeindruckende Aufbauleistung geschafft

. So sei der Umsatz des Unternehmens unter seiner Führung von 180 Millionen auf 6 Milliarden Euro hochgeschnellt, angetrieben von einer hohen Innovationskraft. Bemerkenswert sei zudem Thieles "großzügiger Einsatz für die Kultur und karitative Initiativen".

Die Laureaten wurden von einer hochkarätigen Jury berufen, der der ehemalige Lufthansa- und Merck-Manager und jetztige Aufsichtsrat Karl-Ludwig Kley, der langjährige Bosch-Chef Franz Fehrenbach, Ex-McKinsey-Deutschland-Chef Herbert Henzler sowie der ehemalige Multiaufsichtsrat Manfred Schneider angehören.

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