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Apple, Twitter, Vodafone: Prominente Opfer der Hack-Attack

Foto: Frank Kleefeldt/ picture alliance / dpa

Hacker-Angriff Insider soll Vodafones Daten gestohlen haben

Dem Telekom-Konzern Vodafone wurden Daten zu rund zwei Millionen Kunden gestohlen. Laut Vodafone handelt es sich neben Namen und Adressen auch um Bankdaten. Einen Verdächtigen gibt es offenbar bereits - es soll sich um einen Vodafone-Insider handeln.

Frankfurt am Main - Der Mobilfunkanbieter Vodafone ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Der Täter sei in die Rechner eingedrungen und habe unter anderem Daten zu Namen, Adressen, Bankleitzahlen und Kontonummern gestohlen, teilte Vodafone Deutschland am Donnerstag mit. Betroffen seien zwei Millionen Kunden der in Düsseldorf ansässigen Deutschland-Tochter des britischen Konzerns.

"Sicher ist, dass er keinen Zugang zu Kreditkarten-Daten, Passwörtern, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten hatte", betonte Vodafone mit Bezug auf den Datendieb. Die betroffenen Kunden würden per Brief informiert.

"Dieser Angriff war nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich und fand tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens statt", erklärte der Konzern. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt bereits gegen einen Tatverdächtigen. Beamte hätten ein Haus durchsucht, erklärte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann. Branchenkreisen zufolge handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen System-Administrator eines Dienstleisters.

Nach der Einschätzung von Vodafone ist es für den Täter kaum möglich, mit den gestohlenen Daten direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen. Allerdings könnten die erbeuteten Daten dazu dienen, spätere Hackerangriffe auf einzelne Personen zu erleichtern. Deshalb sollten die Kunden besonders vorsichtig sein, wenn sie per Email oder Telefon zur Herausgabe von persönlichen Informationen wie PIN-Nummern oder Kreditkartendaten aufgefordert würden.

Ermittlungen auf Hochtouren

Der Angriff betrifft den Angaben zufolge ausschließlich Deutschland, wo Vodafone insgesamt 32,4 Millionen Mobilfunk-Kunden hat. Der Fall beschäftigt auch das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen - das dort eingerichtete Kompetenzzentrum "Cybercrime" habe die Federführung der polizeilichen Untersuchungen übernommen, sagte Oberstaatsanwalt Möllmann. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren." Dabei arbeiteten die Behörden eng mit Vodafone zusammen.

Auch die Deutsche Telekom ist schon ins Visier von Hackern geraten. Eine Großattacke auf die Rechner konnte die Telekom vor einem Jahr jedoch abwehren. "Jedes IT-System braucht Administratoren, die aufgrund ihrer Rolle automatisch mit privilegierten Zugriffsrechten auf das jeweilige System ausgestattet sein müssen", erklärte die Telekom zu dem aktuellen Fall.

Der Bonner Konzern treffe eine ganze Reihe von Maßnahmen, die einen Missbrauch derartiger Berechtigungen verhindern sollen. Auch der britische Konkurrent versicherte: "Vodafone unternimmt alle notwendigen Schritte, um die Sicherheit der Systeme weiter zu verbessern und diese vor zukünftigen kriminellen Attacken zu schützen."

cr/rtr

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