Sonntag, 21. April 2019

Wettbewerbsbehörde Ryanair-Anteil an Aer Lingus im Visier

Ryanair: Beteiligung an Aer Lingus ím Visier der Behörden
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Ryanair: Beteiligung an Aer Lingus ím Visier der Behörden

Jahre lang hat Ryanair versucht, seinen irischen Konkurrenten Aer Lingus zu schlucken. Immer wieder war Ryanair-Chef Michael O'Leary an den Wettbewerbsbehörden gescheitert. Jetzt droht der Wind für Ryanair in Großbritannien noch raucher zu werden.

Europas größter Billigflieger Ryanair könnte wegen Wettbewerbsbedenken in Großbritannien zu einem Verkauf seiner gesamten Anteile an dem irischen Rivalen Aer Lingus gezwungen werden. Das britische Kartellamt erwägt nach Angaben von Donnerstag einen solchen Schritt.

Mit dem Anteil von etwa 30 Prozent habe Ryanair Börsen-Chart zeigen zwar nicht die Kontrolle über seinen heimischen Konkurrenten, könne aber bei wichtigen Entscheidungen wie einer Fusion mit einer anderen Fluggesellschaft, Kapitalerhöhungen oder den Verkauf von Landerechten mitreden. Ryanair-Chef Michael O'Leary entgegnete, die Behörde verstoße damit gegen EU-Recht.

Die Wettbewerbshüter dringen nicht unbedingt auf einen gesamten Verkauf der Aer-Lingus-Anteile Börsen-Chart zeigen, die gemessen am Börsenkurs 240 Millionen Euro wert sein könnten. Infrage kämen auch ein teilweiser Verkauf oder andere "Abhilfemaßnahmen". Endgültig entschieden werden soll im Juli. Ryanair hat bereits mehrfach versucht, die 75 Jahre alte Aer Lingus zu übernehmen.

Die EU-Kommission als Wettbewerbsaufsicht untersagte das Vorhaben aber schon zwei Mal, weil sie eine marktbeherrschende Stellung befürchtet, zuletzt erst Anfang des Jahres. Ryanair hat gegen die EU-Entscheidung Widerspruch eingelegt. Der gemeinsame Marktanteil beider Airlines bei Kurzstreckenflügen ab Dublin betrug im vergangenen Jahr 87 Prozent.

kst/rtr

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