Gisa und Hedda Deilmann Bewährungsstrafen für Ex-"Traumschiff"-Zwillinge

Die Ex-Reederinnen Gisa (l) und Hedda Deilmann.

Die Ex-Reederinnen Gisa (l) und Hedda Deilmann.

Foto: Wolfgang Langenstrassen/ picture-alliance/ dpa

Die ehemaligen Reederinnen des früheren ZDF-Traumschiffs "Deutschland", Gisa und Hedda Deilmann, müssen nach der Aufhebung eines früheren Urteils doch nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Lübeck verurteilte die Schwestern unter Einbeziehung eines Urteils in anderer Sache zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass sie Vermögenswerte beiseitegeschafft und sich damit des Bankrotts schuldig gemacht hätten, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsstrafkammer am Donnerstag zur Begründung.

Vom Vorwurf der versuchten Steuerhinterziehung sprachen die Richter die Schwestern sowie die ebenfalls angeklagte Mutter und einen Notar frei.

Die Schwestern waren 2016 vom Landgericht Lübeck wegen versuchter Steuerhinterziehung und Bankrotts zu Haftstrafen von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof (BGH) im März 2017 aufgehoben.

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Gisa und Hedda Deilmann hatten nach dem Tod ihres Vaters 2003 die Leitung der Reederei Peter Deilmann mit Sitz in Neustadt übernommen. Flaggschiff des Unternehmens war das durch die ZDF-Reihe "Das Traumschiff" bekannt gewordene Kreuzfahrtschiff "Deutschland". 2010 musste die Reederei Insolvenz anmelden. Die "Deutschland" wurde 2015 an einen US-Konzern verkauft und umbenannt.

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