Samstag, 18. Januar 2020

Mehr als 70 Flüge fallen aus Germanwings-Flugbegleiter streiken auch am Neujahrstag

Dritter Streiktag bei Germanwings: Der Ausstand der Flugbegleiter könnte sich sogar noch über den 1. Januar hinaus verlängern
REUTERS/Rafael Marchante
Dritter Streiktag bei Germanwings: Der Ausstand der Flugbegleiter könnte sich sogar noch über den 1. Januar hinaus verlängern

Auch am Neujahrstag müssen Passagiere wegen eines Flugbegleiter-Streiks bei Germanwings Einschränkungen hinnehmen. Insgesamt sollen am Mittwoch mehr als 70 Flüge ausfallen, wie aus einer aktuellen Übersicht auf der Eurowings-Webseite hervorgeht.

Der Ausstand der Kabinengewerkschaft Ufo hatte am Montag begonnen. Nach bisheriger Planung soll Mittwoch der letzte Streiktag sein - allerdings hat Ufo bereits eine Verlängerung des Ausstands angedroht.

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert. Er drohte am Montag wenn nötig mit neuerlichen Streikaufrufen. Auch am Dienstag hatte ein Ufo-Sprecher eine Verlängerung nicht ausgeschlossen.

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Offizieller Streikgrund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die laut Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Die Kabinengewerkschaft Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen zur Teilzeit will. Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen und will in den drei Tagen von geplanten 1200 Flügen mehr als 1000 durchführen.

rei/dpa

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