Siemens-Konkurrent in Not Beben bei GE - Topmanager und Anleger fliehen

Topmanager gehen, Anleger fliehen: Der US-Mischkonzern General Electric durchlebt unruhige Zeiten. Die Aktie stürzt auf ein Zweijahrestief.
Jeff Immelt: Nach dem CEO-Posten bei GE hat Immelt nun auch den Chairman-Posten geräumt. Zahlreiche Topmanager haben den US-Konzern inzwischen verlassen

Jeff Immelt: Nach dem CEO-Posten bei GE hat Immelt nun auch den Chairman-Posten geräumt. Zahlreiche Topmanager haben den US-Konzern inzwischen verlassen

Foto: Alex Wong/ Getty Images

Der Siemens-Konkurrent General Electric  durchlebt turbulente Zeiten: Nachdem der langjährige GE-Chef Jeff Immelt, der den Industrieriesen 16 Jahre lang geführt hatte, als Chairman vorzeitig zurücktreten musste, verlassen nun auch weitere langjährige Topmanager den Konzern.

Finanzvorstand Jeff Bornstein, einer der engsten Immelt-Vertrauten, verlässt den Konzern nach 28 Jahren und wird durch die bisherige Leiterin der Sparte GE Transportation, Jamie Miller, ersetzt. Auch Beth Comstock, der erste weibliche Vice Chairman bei GE, geht im jungen Alter von 57 Jahren in den Ruhestand.

Damit ist der "Executive Shakeup", wie US-Medien die Vorgänge bei General Electric nennen, noch nicht beendet: Auch Vize-Chairman John Rice wird zum Jahresende den Konzern verlassen.

Die Abgänge der Top-Manager und die Sorgen um die künftige Dividende von General Electric  haben den Kurs des Schwergewichts im Dow Jones  Index inzwischen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestürzt.

Aktivistischer Investor erhöht Druck, Analysten in Sorge

Ex-CEO Jeff Immelt hatte den Spitzenposten Anfang August nach knapp 16 Jahren an John Flannery übergeben. Bei GE hat der aktivistische Investor Trian den Druck auf das Management erhöht: Wie allgemein erwartet, berief General Electric zudem einen Vertreter von Trian in den Verwaltungsrat.

Steve Tusa von JP Morgan nannte die Abgänge der Top-Manager "eindeutig negativ". Zudem drohe angesichts geringerer Barmittel - Basis für die Ausschüttungen an die Aktionäre - eine Kürzung der Dividende, warnte der Analyst. Das wirtschaftliche Umfeld für GE sei unsicher. Die Nachfrage aus der Branche der Kraftwerksbetreiber sei schwach, ebenso wie die aus der Ölindustrie.

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