Sender erwirbt Rechtepaket Sat.1 zeigt von 2021 an Bundesliga-Spiele live

Wenn 2021 wieder der Ball rollt in den Fußballstadien Deutschlands, will Sat.1 neun Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigen. Der zur Gruppe ProSiebenSat.1 zählende TV-Sender hat überraschend ein Live-Rechtepaket erworben.

Wenn 2021 wieder der Ball rollt in den Fußballstadien Deutschlands, will Sat.1 neun Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigen. Der zur Gruppe ProSiebenSat.1 zählende TV-Sender hat überraschend ein Live-Rechtepaket erworben.

Foto: Thorsten Wagner/ picture alliance/dpa

Sat.1 hat bei der Auktion der Fußball-Bundesliga überraschend ein Live-Rechtepaket erworben. Der TV-Sender darf nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der Nachrichtenagentur Reuters von 2021 an pro Saison neun Spiele im Free-TV zeigen. Zu den Begegnungen gehören der Supercup sowie Erstliga-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag, die bis Ende der kommenden Saison beim ZDF laufen. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

Offiziell verkündet werden die Ergebnisse der Medienrechte-Auktion von der Deutschen Fußball Liga (DFL) an diesem Montag nach der Mitgliederversammlung der 36 Profivereine. Dort erfahren die Clubs, was die Medienunternehmen in den vier Spielzeiten von 2021/2022 an ausgeben, um bewegte Bilder zu zeigen.

Letzte Auktion spielte für vier Spielzeiten spielte 4,64 Milliarden Euro ein

Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie bei der Ausschreibung vor vier Jahren, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Bei der Auktion konnten sich die etablierten Pay-TV-Anbieter wieder Rechte sichern. 200 Live-Spiele laufen nach dpa-Informationen von 2021 an bei Sky, 106 Partien bei DAZN. Auch die Traditionssendungen "Sportschau" und "Aktuelles Sportstudio" zeigen demnach bis 2025 Zusammenfassungen. ARD und ZDF haben sich entsprechende Rechtepakete gesichert.

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat sich wie die Telekom zurückgehalten und keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft. Amazon hatte allerdings Ende Mai noch für die laufende Saison TV-Rechte erworben.

rei/dpa/Reuters