Mittwoch, 20. November 2019

Übernahme in Indonesien Fresenius baut Generikageschäft aus

Infusionsabfüllung bei Kabi: Die Fresenius-Generikatochter kauft in Asien zu

Mit der Übernahme des Generikaherstellers EIP stärkt der deutsche Pharmakonzern Fresenius seine Position in Indonesien. Experten rechnen mit einem kräftigen Marktwachstum in den kommenden Jahren - vorangetrieben von der Regierung in Jakarta.

Frankfurt am Main - Der Gesundheitskonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen macht im Wachstumsmarkt Indonesien einen großen Sprung im Geschäft mit Nachahmerarzneien. Für eine ungenannte Summe übernimmt die Tochter Fresenius Kabi 51 Prozent an der Pharmafirma PT Ethica Industri Farmasi (EIP), wie Fresenius am Montag mitteilte.

Mit dem Schritt werde Fresenius Kabi in dem Land mit einem Schlag Marktführer im Geschäft mit intravenös verabreichten Generika. Die 1946 gegründete EIP besitzt eine Produktion in Jakarta und erzielte 2012 mit intravenös verabreichten Generika rund 40 Millionen Euro Umsatz. "Mit diesem Joint Venture verfügen wir künftig über wichtige Produktionskapazitäten und eine starke Präsenz vor Ort", sagte Fresenius-Kabi-Chef Mats Henriksson.

Der Arzneimittelmarkt in dem asiatischen Land mit rund 240 Millionen Einwohnern wächst derzeit rasant. Pharmaexperten rechnen damit, dass sich der Markt bis 2018 auf rund 7,1 Milliarden Euro verdoppelt. Die indonesische Regierung hat ein großangelegtes Gesundheitsprogramm geplant, mit dem 2019 fast alle Einwohner eine moderne Gesundheitsversorgung erhalten können.

Die Transaktion soll im laufenden dritten Quartal unter Dach und Fach gebracht werden. Fresenius Kabi ist bereits seit 2006 mit einer Marketing- und Vertriebsgesellschaft in Indonesien aktiv. Bislang lag der Schwerpunkt aber bei medizintechnischen Produkten und Produkten für die klinische Ernährung.

ts/rtr

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