Donnerstag, 25. April 2019

2013 Frauenanteil in Dax-Vorständen gesunken

Von einer respektablen Frauenquote sind deutsche Spitzenunternehmen zumindest in den Vorstandetagen noch weit entfernt

Mehr Frauen rücken in die Aufsichtsräte deutscher Spitzenunternehmen vor, die Vorstandsetagen bleiben ihnen dagegen weiter weitgehend verwehrt. Der Anteil der Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne ist 2013 sogar gesunken.

Berlin - In den Vorständen deutscher Dax-Konzerne ist der Frauenanteil im vergangenen Jahr gesunken. Zum Jahresende 2013 seien lediglich zwölf Dax-Vorstandsposten von Frauen besetzt gewesen, berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie. Dies entspreche einem Anteil von 6,3 Prozent, 1,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Besser sehen die Zahlen in den Aufsichtsräten aus. Dort stieg der Frauenanteil von 19,4 Prozent im Jahr 2012 auf 21,9 Prozent. Nur ein einziger Aufsichtsrat werde allerdings von einer Frau geführt.

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag sieht die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen ab dem Jahr 2016 vor.

Legt man den Frauenanteil in den Spitzengremien der 200 umsatzstärksten - also auch nicht börsennotierten deutschen Unternehmen - zugrunde, sieht die Bilanz wie folgt aus. Demnach erhöhte sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten verglichen mit 2012 um 2 Punkte auf gut 15 Prozent, in den Vorständen blieb er fast unverändert bei 4 Prozent.

rei/dpa/rtr

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