Montag, 14. Oktober 2019

Flugmeilen-Bonusprogramm Lufthansa lagert Miles & More aus

Flugmeilen-Bonusprogramm: Wenigflieger binden

Die Lufthansa lagert ihr Flugmeilen-Bonusprogramm Miles & More in eine eigenständige Gesellschaft aus. Damit folgt Europas größte Fluggesellschaft dem Beispiel anderer Airlines.

Frankfurt am Main - Die Lufthansa will einem Zeitungsbericht zufolge ihr Vielfliegerprogramm Miles & More zukünftig in einer eigenständigen Gesellschaft führen. Mit der neuen Tochter will Lufthansa die Zahl der Geschäftspartner außerhalb des Fluggeschäfts erhöhen und so Umsatz und Gewinn weiter steigern, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine interne Vorlage der Lufthansa berichtet.

Mit der Auslagerung folgt Europas größte Fluggesellschaft dem erfolgreichen Geschäftsmodell anderer Airlines aus dem Ausland. So erwirtschaftet etwa Air Canada mit ihrer Bonusprogramm-Gesellschaft gegenwärtig eine Umsatzrendite von rund 30 Prozent.

Bislang verkauft Miles & More große Kontingente an Bonusmeilen an externe Geschäftspartner, die damit ihren Kunden Kreditkarten, Zeitschriftenabonnements oder Mietwagen schmackhaft machen. 2012 hätte das Bonusprogramm Miles & More Kennern des Konzerns zufolge etwa 700 Millionen Euro zum Gewinn der Lufthansa-Gruppe beisteuerte, hieß es. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein ähnlich hoher Gewinn erwartet.

Über die Auslagerung des Vielfliegerprogramms will der Lufthansa-Vorstand voraussichtlich im Frühjahr entscheiden. Damit könnte die geplante Tochtergesellschaft Miles & More voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte 2014 ihren Betrieb aufnehmen. Das neue Unternehmen soll aber auch zukünftig an den Geschäftsbereich "Passage" berichten, in dem die Fluggesellschaft ihr Passagiergeschäft bündelt.

Mit der neuen Tochtergesellschaft will Lufthansa Börsen-Chart zeigen vor allem die Wenigflieger unter den Kunden enger an die Fluggesellschaft binden. Derzeit nehmen zwar mehr als 20 Millionen Kunden an dem Vielfliegerprogramm teil - aber nur etwa 2,5 Millionen davon gehörten zu den tatsächlichen Nutznießern. Dies wolle Lufthansa ändern und auch die übrigen etwa 18 Millionen Kunden stärker beteiligen.

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ts/dpa-afx

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