Mittwoch, 13. November 2019

Mehr als das soziale Netzwerk Facebook verpasst sich ein neues Logo

Facebook-Logo: Das neue Firmenlogo wechselt je nach Unternehmenstochter die Farbe
Andre M. Chang/DPA
Facebook-Logo: Das neue Firmenlogo wechselt je nach Unternehmenstochter die Farbe

Der Facebook-Mutterkonzern hat sich ein neues Logo verpasst, um die Zugehörigkeit der verschiedenen Dienste unter seinem Dach deutlich zu machen. Das Logo zeigt den Namen Facebook in Großbuchstaben und wechselt je nach Unternehmenstochter die Farbe von grün über blau bis gelb und fuchsia.

Mit dem Logo will Facebook Börsen-Chart zeigen den gesamten Konzern besser vom Kernunternehmen, dem sozialen Netzwerk, abgrenzen. Facebook besteht inzwischen nicht mehr nur aus dem Netzwerk: Zu dem Unternehmen gehören mittlerweile unter anderem der Messengerdienst WhatsApp und der Bilderdienst Instagram, ebenso wie das auf Virtual-Reality-Brillen spezialisierte Startup Oculus. All diese Firmen kaufte Facebook in den vergangenen Jahren für Milliardensummen.

"Die Menschen sollten wissen, welche Unternehmen die Produkte herstellen, die sie benutzen", erklärte Facebook am Montag. Die Angebote von Facebook sollten "klarer" zu erkennen sein. Das Logo für die App des Netzwerks bleibt demnach gleich - blaue Schrift in Kleinbuchstaben - und auch die Symbole der Tochterdienste verändern sich nicht. Sie werden fortan aber begleitet vom neuen Facebook-Logo.

Facebook prüfte sogar Namensänderung

Laut Umfragen wüssten viele Nutzer nicht, dass die Fotoplattform Instagram und der Chatdienst WhatsApp zu Facebook gehören, sagte Marketingchef Antonio Lucio dem Finanzdienst Bloomberg. Wenn sie das wüssten, verbesserte dies das Ansehen von Facebook. Zugleich räumte der Manager ein, dass dagegen eine Marke wie WhatsApp durch die klarere Offenlegung ihrer Verbindung zu Facebook zumindest kurzfristig Schaden nehmen könne. Facebook nehme das aber in Kauf, weil man auf einen langfristigen positiven Effekt hoffe.

Facebook hatte bereits im Sommer angefangen, den Namen des Konzerns in seinen anderen Apps zu erwähnen. Mit dem neuen Logo soll er nun für die Nutzer unter anderem von Instagram und WhatsApp noch sichtbarer werden.

Geprüft hatte der Konzern in dem Zusammenhang sogar eine Namensänderung. Am Ende habe man sich jedoch dagegen entschieden, sagte Lucio. Die Firma habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass sie vor Problemen nach Datenskandalen und Kritik weglaufe. "Das wäre vom Rest der Welt als unaufrichtig wahrgenommen worden."

mg/AFP, dpa-afx

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