Expedia-Chef kassiert Megagehalt 10 erschütternde Fakten über die wohl irrste Firma der Welt

Expedia-Werbung 2004: Noch alle Latten am Zaun?

Expedia-Werbung 2004: Noch alle Latten am Zaun?

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Expedia-Chef Khosrowshahi: 881 Prozent Gehaltsplus in einem Jahr

Expedia-Chef Khosrowshahi: 881 Prozent Gehaltsplus in einem Jahr

Foto: REUTERS

Dara Khosrowshahi , den Namen muss man sich merken. So heißt, wie jetzt bekannt wurde, der bestverdienende CEO in den Vereinigten Staaten, mit einem Jahresgehalt von nicht weniger als 94,6 Millionen Dollar. Allein gegenüber dem Vorjahr ist das Salär des gebürtigen Iraners um beinahe 900 Prozent gestiegen. Khosrowshahi, so die Statistik, verdient nun ungefähr 2600mal mehr als der durchschnittliche Amerikaner.

Völlig irre? Es kommt noch besser. …

Die Firma, die Khosrowshahi diese absurde Gehaltserhöhung zusprach, ist auch hierzulande vielen ein Begriff: Es ist Expedia, das Portal zur Vermittlung von Reisen, Flügen und Hotels, selbstverständlich zu sehr vernünftigen Preisen.

Expedia? Da war doch was. Richtig: Vor einigen Jahren zeigte das Unternehmen einen ziemlich auffälligen Werbespot. Darin sprang ein komplett durchgeknallter Möchtegern-Bob-Marley mit Bart-Attrappe, Jamaika-Mütze und Pidgin-Akzent unter strahlend blauem Himmel singend in einen Pool voll junger Bikini-Damen.

Tolles Online-Portal, dachten da vielleicht manche. Andere fragten sich vermutlich schon damals, ob die bei Expedia eigentlich noch alle Latten am Zaun haben.

Die Frage ist bis heute ungeklärt. Es gibt aber weitere Indizien, und die deuten alle in die gleiche Richtung. Zum Beispiel:

Khosrowshahi arbeitet mehr als fünf Millionen Stunden im Jahr

•- Expedia-Chef Khosrowshahi hat mit dem Aufsichtsrat des Unternehmens vertraglich vereinbart, in diesem Jahr auch den Aktienkurs des Unternehmens um 881 Prozent zu steigern. Bislang liegt die Aktie 2016 allerdings etwa 10 Prozent im Minus.

•- Zudem will Expedia auch die Preise auf der Website um 881 Prozent erhöhen, um das Gehalt des Chefs künftig zahlen zu können. Ein Flug von Hamburg nach München wird dort also demnächst nicht ab 323 Euro, sondern ab mindestens 3200 Euro zu haben sein.

•- Expedia-Chef Khosrowshahi verdient nicht nur 2600mal so viel wie der durchschnittliche Amerikaner, er arbeitet auch 2600mal so viel. Bei einer 40-Stunden-Woche und 52 Wochen im Jahr kommt der normale Amerikaner auf maximal 2080 Arbeitsstunden im Jahr. Khosrowshahi jedoch sitzt eigenen Angaben zufolge jedes Jahr exakt fünfmillionenvierhundertachttausend Stunden an seinem Schreibtisch. Also genau 2600mal mehr als alle anderen.

•- Während dieser Zeit ruft Khosrowshahi alle 48 Minuten seine sieben Sekretärinnen zu sich herein, damit sie ihm die Füße küssen. Denn nur exakt 48 Minuten braucht der emsige Expedia-Chef, um die 36.900 Dollar zu verdienen, die ein durchschnittlicher Amerikaner im ganzen Jahr bekommt.

Neuer Werbespot zeigt Khosrowshahi im String-Tanga

•- Bei der Gelegenheit fällt auf: Auch 2014 war bei Expedia bereits Mastermind Khosrowshahi am Ruder. Seinerzeit kam das Unternehmen auf die geniale Idee, den Google-Algorithmus austricksen zu wollen, um in den Suchergebnissen prominenter zu erscheinen. Natürlich kam Google dahinter. Die Suchmaschinenfirma strafte Expedia ab, indem sie die Website in den Ergebnissen gaaaanz weit nach unten schob .

•- Nun plant Google ähnliches: Bei der Eingabe der Suchbegriffe "tollster Firmenchef aller Zeiten", "blinder Aufsichtsrat", "Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre mit Torten im Gesicht" werden Expedia.de und der Wikipedia-Eintrag von Dara Khosrowshahi künftig ganz oben aufgelistet.

•- Ebenfalls 2014 wurde bekannt, dass Expedia vermutlich gegen EU-Recht verstieß, weil das Unternehmen bei Reisebuchungen verdeckte Gebühren kassierte . Berichten zufolge betrug die geheime Extragebühr 9,50 Euro pro Flug.

•- Jetzt kommt heraus: Auch in den Lohnabrechnungen der Mitarbeiter versteckt Expedia seit Langem eine geheime Gebühr. Unter dem Punkt "Mittagessen/Kantine" werden bei jedem Expedia-Beschäftigten regelmäßig 9,50 Euro pro Monat zu viel abgebucht. Mit dem Geld bezahlt das Unternehmen das tägliche Sechs-Gänge-Fünf-Sterne-Delikatess-Spitzen-Menü seines Premiumchefs.

•- Expedia arbeitet derzeit an einem neuen Werbespot. Darin wird Firmenchef Dara Khosrowshahi persönlich auftreten, und zwar als mit künstlichen Entenfedern beklebter komplett durchgeknallter Dagobert Duck, der im String-Tanga laut schnatternd in einen Pool randvoll mit Flugtickets und Dollar-Scheinen springt.

•- Expedia hat inzwischen auf die Aufregung um das doch recht großzügige Gehalt seines Chefs reagiert und eine präzisierende Erklärung verschickt. Darin heißt es, die 94,6 Millionen Dollar würden an Khosrowshahi keineswegs komplett bar ausgezahlt. Vielmehr erhalte der Firmenchef immerhin 0,01 Prozent der Summe in Form von Restposten an Flugtickets von Malaysia Airlines sowie Bonusmeilen aus dem Prämienprogramm der Fluglinien-Allianz von Air Uganda, Air Kirgisien und Air Nord-Korea.

Übersicht: Das sind die bestverdienenden CEOs in den USA

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