Mittwoch, 24. April 2019

Umbau in der Luftfahrt Etihad könnte Air Berlin mit Alitalia verschmelzen

Maschine von Air Berlin: Deutschlands zweitgrößte Airline soll künftig als GmbH firmieren

2. Teil: Fusionsszenario mit Air France

Einige Brancheninsider weisen allerdings darauf hin, dass der Spielraum der arabischen Airline bei Air Berlin aufgrund von Gesetzeshürden nicht allzu groß ist. Knackpunkt ist vor allem, dass Unternehmen, die außerhalb der EU sitzen, nicht die Mehrheit an einer hiesigen Fluggesellschaft erwerben dürfen. Ansonsten gehen die Anflugrechte verloren.

Von Etihad und Alitalia war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Air Berlin wollte sich ebenfalls nicht äußern.

Air Berlin ist wirtschaftlich angeschlagen. Analysten rechnen für das vergangene Jahr mit einem deutlichen Minus. Erwartet wird ein operativer Jahresverlust (Ebit) zwischen 114 und 132 Millionen Euro nach 70 Millionen Euro Gewinn im Jahr zuvor. Etihad hatte Air Berlin zuletzt finanziell kräftig unterstützt.

Die Europa-Strategie der Fluggesellschaft vom Golf endet nach Aussage von Gerald Wissel, Chef der Unternehmensberatung Airborne, nicht in Italien oder Deutschland. "Als Zukunftsvision wäre es sogar vorstellbar, dass die Konstellation um Air France Börsen-Chart zeigen erweitert wird." Die Franzosen sind bereits Partner von Etihad und führen die Flugallianz Skyteam an.

ts/rtr

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