PSAM-Gründer dringt auf Verkauf von Auslandsgeschäften und Windparks Hedgefonds verlangt weitere Abspaltungen von Eon

Die Abspaltung von Uniper ist nicht genug: Eon-Chef Teyssen (hier auf der HV im Juni 2016) bekommt Druck von einem New Yorker Hedgefonds

Die Abspaltung von Uniper ist nicht genug: Eon-Chef Teyssen (hier auf der HV im Juni 2016) bekommt Druck von einem New Yorker Hedgefonds

Foto: DPA

Der New Yorker Hedgefonds Peter Schoenfeld Asset Management (PSAM) fordert den Dax-Konzern Eon zum Verkauf weiterer Geschäftsteile auf. "Für die einzelnen Teile von Eon wäre die Bewertung deutlich höher als für den ganzen Konzern. Wir würden daher gern weitere Abspaltungen von Geschäftsteilen sehen", sagte Peter Schoenfeld im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 17. Februar).

Sinnvoll sei der Verkauf des Auslandsgeschäfts sowie der Windfarmen des Konzerns. Im September 2016 hat Eon bereits die Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke im Unternehmen Uniper gebündelt und abgespalten.

Schoenfeld ist mit der Forderung nicht allein: Der US-Hedgefonds Knight Vinke dringt bereits seit mehr als zwei Jahren auf die Zerschlagung des Konzerns. Das US-Wertpapierhandelshaus Sanford Bernstein sieht den Wert der Eon-Einzelteile bei 21 Milliarden Euro, der Börsenwert des Konzerns beträgt dagegen aktuell nur gut 14 Milliarden Euro.

Schoenfeld verwies darauf, dass er bei anderen Unternehmen in der Vergangenheit Kampfabstimmungen gegen das Management gewonnen habe, so zum Beispiel bei der Deutschen Telekom und ihrer US-Tochter T-Mobile US, wo er eine höhere Eigenkapitalausstattung der Tochter erzwang. PSAM verwaltet insgesamt 2 Milliarden Euro Kundengeld. Der Anteil an Eon liegt unterhalb der meldepflichtigen Schwelle von 3 Prozent.

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