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Unfallranking: Die sichersten Airlines der Welt

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa

Emirates stößt Cathay Pacific vom Thron Das sind die sichersten Airlines der Welt

Das "Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre" (JACDEC) hat wie in jedem Jahr auch für 2017 wieder eine Liste der sichersten Airlines der Welt erstellt. Dieses Mal kommt das Unfallbüro in dem Ranking für das Luftfahrtmagazin "Aero International" zu dem Schluss, dass die Fluggesellschaft Emirates aus den Vereinigten Arabischen Staaten die sicherste Airline der Welt ist. In 2016 belegte die Cathay Pacific aus Hongkong noch den ersten Platz.

Emirates liegt mit einem Risiko-Index von 93,61 Prozent knapp vor der norwegischen Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle (93,26) und der britischen Virgin Atlantic Airways (92,87). Die Fluggesellschaft vom Golf gilt als weltweit größter Betreiber von A380-Großraumjets.

Ranking: Das sind die sicherten Airlines der Welt

Die deutsche Lufthansa fiel im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab. "Allerdings wurde das Jacdec-Ranking dieses Mal auf eine risikobasiertere Analyse umgestellt und im entsprechenden Index die Zahl der Risikofaktoren von 9 auf 33 erhöht", sagte JACDEC-Gründer Jan-Arwed Richter. Zudem wurde das Bewertungssystem auch in anderen wesentlichen Punkten auf eine breitere Basis gestellt, sodass Vergleiche mit den Vorjahren schwierig sind.

Insgesamt wurden in diesem Jahr die 100 verkehrsstärksten Fluggesellschaften nach ihrer Sicherheit bewertet - bisher waren es 60. Das Flugunfallbüro untersuchte alle Flüge mit Maschinen, die schwerer als 5,7 Tonnen waren und mehr als 19 Sitze aufwiesen. Dabei starben im vergangenen Jahr 40 Menschen - im Vorjahr waren es 321 Passagiere. Dem steht nach Schätzungen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO eine Passagierzahl von etwa vier Milliarden im Jahr 2017 gegenüber. Das vergangene Jahr war laut den Sicherheitsforschern das sicherste Jahr der zivilen Luftfahrtgeschichte.

Keine der 100 Airlines war 2017 an tödlichen Unfällen beteiligt

"Es entspricht dem Selbstverständnis unserer Branche, dass man in puncto Sicherheit niemals auslernt", sagt Matthias von Randow, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Auch in Deutschland seien alle dem BDL angeschlossenen Airlines unfallfrei geflogen. "Jedes Unglück, jeder Beinahe-Unfall und jede Unregelmäßigkeit werden genauestens untersucht und machen die Luftfahrt ein Stück sicherer, weil die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden", sagte von Randow.

Keine der 100 größten Airlines war 2017 an tödlichen Unfällen oder einem Absturz beteiligt. Die JACDEC-Statistik enthält auch Cargo-Flüge, berücksichtigt aber nicht mehr den Absturz eines Kleinflugzeugs in Costa Rica. Dabei waren am Jahresende zehn Touristen und zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Die Unfallforscher des in den Niederlanden ansässigen Aviation Safety Networks (ASN) hatten deswegen ihre eigene Statistik am 1. Januar nach oben korrigieren müssen. Weltweit hatte die Datenbank bis dahin neun tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 67 Toten registriert. 32 der Opfer waren demnach an Bord der Maschinen, weitere 35 wurden am Boden in den Tod gerissen.

Mit dem Absturz zum Jahresende erhöhte sich die Zahl der Toten dann auf 79. Die JACDEC-Zählweise unterscheidet sich geringfügig, bestätigt aber den Trend. Bei ihrer Wertung berechnen die JACDEC-Unfallforscher die Verkehrsleistung der Airline gegen die Anzahl der Zwischenfälle und Totalverluste der vergangenen 30 Jahre.

mit Material von dpa
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