Dienstag, 25. Juni 2019

Grünes Licht aus Berlin für Elektroroller erwartet Freitag ist E-Scooter-Tag

E-Scooter auf den Straßen von Paris: Auch in Deutschland sollen die elektrisch betriebenen Roller künftig im großen Stil zum Einsatz kommen.
KENZO TRIBOUILLARD/ AFP
E-Scooter auf den Straßen von Paris: Auch in Deutschland sollen die elektrisch betriebenen Roller künftig im großen Stil zum Einsatz kommen.

2. Teil: Warum gleich doppelt Ärger droht

Die Städte begrüßten die geplante Zulassung grundsätzlich, sagte Dedy. Neue Fahrzeuge wie E-Tretroller bereicherten den Verkehrsmix in Richtung nachhaltige Mobilität. Die neue Verkehrsvielfalt verlange aber "sowohl zwischen den Zweiradnutzern als auch besonders von Auto- und Lkw-Fahrern größere Achtsamkeit auf den Straßen und Wegen", mahnte er. "Der Schutz der jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmer muss jederzeit gewährleistet sein." Viele Städte bauten derzeit Radwege aus. Damit werde auch Platz geschaffen für die E-Tretroller.

Der Fahrrad-Club ADFC in Bayern mahnte, in Städten wie San Francisco, Paris oder Madrid habe man schlechte Erfahrungen gemacht, es gebe mehr Unfälle und Beschwerden über herumliegende Leih-Roller.

Es droht also doppelt Ärger: auf Radwegen und Straßen beim Fahren einerseits, überall im öffentlichen Raum mit abgestellten Fahrzeugen andererseits. In Berlin und Frankfurt gibt es schon Vorgaben: Am Main soll es eine Begrenzung von maximal fünf Rollern pro Station geben, defekte oder falsch geparkte Roller müssen binnen sechs Stunden entfernt werden. An der Spree haben die Anbieter hierfür 24 Stunden Zeit. In beiden Großstädten rechnet man damit, dass es zu Konflikten mit Radfahrern kommen wird.

In Stuttgart haben nach Angaben der Stadt zehn Anbieter Interesse, E-Scooter zum Ausleihen anzubieten. Der Referatsleiter für strategische Planung und nachhaltige Mobilität, Ralf Maier-Geißer, glaubt, die Anbieter hätten aus den Fehlern der Fahrradverleiher gelernt und ein Interesse, dass ihr Angebot bei Bürgern gut ankomme.

cr/dpa-afx

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