Freitag, 20. September 2019

Autobauer entdecken E-Tretroller als Markt So wollen BMW und Audi mit E-Scootern punkten

E-Scooter: Mit diesen Modellen wollen Audi und BMW punkten
BMW

Beim Elektroauto hatte BMW unter deutschen Autobauern die Nase vorn - auch wenn die Münchener ihren First Mover Advantage zu verlieren drohen, wie Kritiker sagen. Bei den vieldiskutierten elektrischen Tretrollern zählt der "X2 City" ebenfalls zu den ersten Objekten der Begierde auf Deutschlands Straßen.

Zugelassen nach der amtlichen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StvZO) und vertrieben über verschiedene Kanäle spielt das luxuriöse Gefährt für Preise um 2400 Euro allerdings schon deshalb in einer anderen Liga als viele nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) zugelassen E-Tretroller. Oder sollte man besser "E-Scooter" sagen? Oder "Pedelec Roller"? Oder "Kleinstkraftrad"?

Das Kraftfahrtbundesamt hat sich für letztere Bezeichnung entschieden - und liegt angesichts der Maße und eines Gewichts von 20 Kilogramm wohl auch nicht so falsch damit. Maße, Gewicht, Preis und die teils auch ungewohnte Bedienung (Fußgaspedal) des "X2City" sind nicht gerade das, was sich erste Tester unter günstiger neuer Mobilität vorgestellt haben. Wie sich die kleinen elektrischen Geschosse verkaufen, ist nicht bekannt. Eine Anfrage ließ BMW am Dienstag zunächst unbeantwortet.

BMW hat aus der Kritik von Testern offensichtlich gelernt und wird deshalb schon im November dieses Jahres in Zusammenarbeit mit dem Schweizer-Scooter-Hersteller "EMicro" ein deutlich leichteres (9 Kg), deutlich günstigeres (etwa 800 Euro) und einfacher zu bedienendes Modell (Daumengashebel) auf den Markt bringen. Mit dem "Micro for BMW" will der Autobauer ab November auch in der hippen Nische der bezahlbaren E-Scooter für den Alltagsgebrauch (maximal 12 Kilometer Reichweite) punkten.

Nun, da Autobauer sich zusehends als Mobilitätsanbieter der Zukunft verstehen, will und kann der unmittelbare Wettbewerber Audi den Münchenern nicht nachstehen. Allerdings haben die Ingolstädter eine etwas andere Philosophie.

Welche Taktik der schwedische E-Scooter-Sharing-Anbieter VOI fährt, erfahren Sie in unserem Podcast:

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