Donnerstag, 14. November 2019

Wessen Vermögen am stärksten schrumpfte Die größten Verlierer unter den reichsten Deutschen

3. Teil: Platz 3: Familie Wacker

Peter-Alexander Wacker: Die Wacker-Aktie kennt seit 2018 nur den Weg nach unten.
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Peter-Alexander Wacker: Die Wacker-Aktie kennt seit 2018 nur den Weg nach unten.

Auf die elefantöse Größe von 3,8 Milliarden Euro blies sich das Vermögen der Wackers in München zwischenzeitlich auf. Ihr Geschäft - man hält Anteile an Wacker Chemie und Siltronic in Freiberg - sind Polymere und polykristallines Silizium, Spezialchemie also. Da solche Stoffe für Computerchips und Solarzellen dringend gebraucht werden, hängen die Wackers am Wohl und zuletzt eher Wehe dieser Branchen.

Vormann Peter-Alexander Wacker (68) hatte den Konzern einst für 500 Millionen Euro von Hoechst zurückgekauft. Denn 80 Jahre lang waren die Wackers nur Juniorpartner in ihrer Firma, die ein Urahn 1914 gegründet hatte. Über einen Börsengang 2006 refinanzierte Wacker den riskanten Deal. Danach ging es lange steil nach oben mit Börsenwert und Vermögen.

Im Januar 2018 notierte die Wacker-Aktie gar bei nie gesehenen 174 Euro - aber zuletzt waren es kaum mehr als 70 Euro. Das trug maßgeblich dazu bei, dass die Familie um 1,7 Milliarden Euro ärmer ist als noch im Vorjahr.

Und da die Konjunktur allerorten verflacht, dürfte mit einem neuerlichen Aufschwung einstweilen auch nicht zu rechnen sein. Aber Peter-Alexander Wacker, der einst 14 Jahre bei BMW managte, denkt weiter groß: Eine seiner Investmentfirmen hat er "Blue Elephant" getauft.

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