Montag, 18. November 2019

Wessen Vermögen um Milliarden zulegte Die größten Gewinner unter den reichsten Deutschen

2. Teil: Platz 4: Familie Jacobs

Sportsfreunde: Andreas Jacobs (l.) und Albert Darboven auf der Hamburger Galopprennbahn.
imago images / Galoppfoto
Sportsfreunde: Andreas Jacobs (l.) und Albert Darboven auf der Hamburger Galopprennbahn.

Die Jacobs mögen es eigentlich nicht, wenn Scheinwerfer auf sie gerichtet werden. Dafür wirkt die aus Bremen stammende Familie, deren Stammvater Klaus Jacobs (1936 bis 2008) einst mit Jacobs Suchard groß in Kaffee und Schokolade machte und dann nach einem rasanten Branchenwechsel auch noch den Zeitarbeitskonzern Adecco hochzog, zu gern im Verborgenen.

Zuletzt allerdings war Andreas Jacobs (55), der die Führung der Holding (Sitz: Zürich) schon vor fünf Jahren an seine jüngeren Halbgeschwister übergab, Gesprächsthema. Denn Kaffeekönig Albert Darboven (83) wollte ihn adoptieren, um so seinen vermeintlich missratenen Sohn als Erben auszubooten. Nicht dass Milliardär Jacobs das Darboven-Erbe bräuchte, um seinen Lebensstil zu bezahlen. Aber ein Gericht stoppte den ausgefuchsten Plan.

So kann sich Jacobs nun wieder ganz im Stillen über den familiären Vermögenszuwachs freuen: um 1,2 auf nun 8,2 Milliarden Euro. Der Familie gehören die größte europäische Kette von Zahnarztpraxen (namens Colosseum Dental, 300 Millionen Euro Umsatz); ein kleiner Privatschulkonzern mit Namen Cognita; einiges rund um Rennpferde (Jacobs' große Leidenschaft) und natürlich Immobilien (besonders in der alten Heimat Bremen). Größtes Asset im Familien-Portfolio ist aber nach wie vor die 50-Prozent-Beteiligung am Schweizer Schoko-und Kakao-Konzern Barry Callebaut, dessen Aktienkurs sich seit Anfang 2016 verdoppelt hat.

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