Freitag, 6. Dezember 2019

Elektro-Postauto DHL testet Screetscooter in den USA

Streetscooter-Fertigung in Köln: Bald auch auf US-Straßen zu sehen
Sascha Steinbach/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock
Streetscooter-Fertigung in Köln: Bald auch auf US-Straßen zu sehen

In Deutschland gehören sie bereits vielerorts zum Straßenbild - doch nun bringt DHL seine elektrischen Streetscooter auch in US-Metropolen an den Start. Amazon und UPS dürften genau zuschauen.

Eine Stadt pro Küste - so sieht der erste Schritt für Streetscooter in den USA aus. Schon im Frühjahr 2020 will die DHL-Tochterfirma ihre elektrischen Lieferwagen auch in den USA auf den Markt bringen. Großflächig könnten die Fahrzeuge dann 2022 oder 2023 etabliert werden, sagte Streetscooter-Chefentwickler Ulrich Stuhec.

Konkret wurde das Unternehmen allerdings noch nicht bei der Frage, in welchen beiden Städten das Projekt denn nun anlaufen soll. Dafür sind die Seitenhiebe auf die Konkurrenz, etwa Amazon, FedEx oder UPS, sehr deutlich: "Wir haben die meiste Erfahrung auf der Straße, während andere noch an ihren Prototypen arbeiten", hatte Stuhec zuletzt erklärt.

Tatsächlich sind in Europa nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits rund 12.000 Streetscooter unterwegs, davon 10.000 im DHL-Paketdienst. Sie fahren unter anderem in Amsterdam, Wien und Städten in ganz Deutschland.

Streetscooter: Das Ende des gelben Elektro-Märchens

Einem DHL-Sprecher zufolge soll die Konzerntochter nicht nur als Fahrzeughersteller punkten, sondern auch beim Aufbau einer Lade-Infrastruktur und beim Organisieren einer Weiternutzung gebrauchter Fahrzeug-Batterien mitmischen.

Außer den USA hat das Unternehmen auch den chinesischen Markt im Blick. Der Hersteller und der Autobauer Chery Holding Group planen, zusammen elektrische Nutzfahrzeuge für China und möglicherweise auch andere Länder zu entwickeln und zu produzieren, wie die Deutsche Post im September mitgeteilt hatte.

Dazu gehörten auch die lokale Fertigung und Beschaffung sowie der landesweite Vertrieb und Service. Geplant sei ein schrittweiser Einstieg in den Markt, für 2021 sei die Serienproduktion mit Produktionskapazitäten von bis zu 100.000 E-Fahrzeugen jährlich geplant. Perspektivisch rechne man mit einer Gesamtinvestition von bis zu 500 Millionen Euro.

jok/Reuters

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