Dienstag, 19. November 2019

Entwicklung über zehn Jahre Das sind Deutschlands wachstumsstärkste Familienunternehmen

Ranking: Deutschlands wachstumsstärkste Familienunternehmen
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1,24 Billionen Euro: Soviel Umsatz erwirtschafteten die 100 größten von Familien und familiennahen Stiftungen kontrollierten deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr. Aber welche dieser Firmen haben auf lange Sicht die Nase vorn?

Das untersucht ein Vergleich, den die die Stuttgarter Kanzlei Binz & Partner anhand von Daten der vergangenen zehn Jahre vorgenommen hat. Jährlich untersucht sie Potenzial und Performance deutscher Familienunternehmen und gibt seit etlichen Jahren das Ranking der 100 größten heraus.

Nahezu ein Drittel der Liste von 2008, damals noch von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhoben, schafft es (aus sehr unterschiedlichen Gründen) nicht mehr unter die heutigen Top 100. (Hier geht es zu den zwölf Wachstums-Stars - und den zwölf wachstumsschwächsten Unternehmen im Ranking.) Überraschend ist besonders eine Zahl: Beim Umsatz pro Mitarbeiter konnten die Unternehmen in der vergangenen Dekade im Schnitt nur unter einem Prozent pro Jahr zulegen.

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Vor gut zehn Jahren lag der Gesamtumsatz der 100 größten Familienunternehmen noch bei 734 Milliarden Euro. Das sind 510 Milliarden weniger als 2018 und ein Wachstum um rund 70 Prozent; rechnet man Volkswagen Börsen-Chart zeigen heraus, sind es immer noch 38 Prozent. Zum Vergleich: Die Dax-Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen) kamen nur auf 31 Prozent.

Volkswagen steht seit 2009, als die Familien Porsche und Piech das Sagen übernahmen, unangefochten an der Spitze der Top-100-Liste. Für den Rest des Rankings ergeben sich im 10-Jahres-Vergleich "erhebliche Verwerfungen", wie Mark K. Binz, Seniorpartner der Kanzlei, feststellt. 29 Unternehmen, die noch 2008 führend waren, verloren ihren Rang unter den Top 100; aber lediglich zwei (Arcandor und Schlecker) gingen in die Insolvenz.

Mehrere Firmen fielen aus dem Ranking, weil sie nicht mehr von Familien betrieben werden. So Celesio Börsen-Chart zeigen (Familie Haniel), das 2014 an den US-Pharmahändler McKesson ging, Schrottrecycler Scholz wurde an die Chiho Enviromental Group (Hongkong) verkauft, Union Tank Eckstein ging an die französische Edenred S.A., Automobilzulieferer Behr wurde von Mahle übernommen, die Mehrheit an Medion Börsen-Chart zeigen ging an Lenovo Börsen-Chart zeigen aus Hongkong.

Etliche Unternehmen wurden auch völlig neu aufgestellt, so etwa die Merckle-Gruppe nach dem Tod von Adolf Merckle. 2008 hatte sie noch Rang 5, im jüngsten Ranking finden sich mit Phoenix Börsen-Chart zeigen (Rang 8) und HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen (Rang 12) zwei Unternehmen unter der Kontrolle der Familie Merckle. Entsorger Rethmann teilte sich auf in die Unternehmen Remondis, Rhenus und Saria, Interseroh ging in der Alba-Group auf.

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