Samstag, 18. Januar 2020

Weitere wichtige Hürde genommen US-Branchenaufsicht genehmigt Fusion von T-Mobile US und Sprint

T-Mobile US will mit Sprint fusionieren: Die Nummer drei und vier auf dem US-amerikanischen Markt haben ihre Fusionspläne vor eineinhalb Jahren angekündigt und kämpfen mit zahlreichen Hürden
Dado Ruvic / Reuters
T-Mobile US will mit Sprint fusionieren: Die Nummer drei und vier auf dem US-amerikanischen Markt haben ihre Fusionspläne vor eineinhalb Jahren angekündigt und kämpfen mit zahlreichen Hürden

Die Telekom-Tochter T-Mobile US und der US-Mobilfunkanbieter Sprint Börsen-Chart zeigen haben bei ihrer geplanten Milliardenfusion eine weitere wichtige Hürde genommen. Die Branchenaufsicht Federal Communications Commission (FCC) gab am Dienstagabend grünes Licht für den Zusammenschluss. Der Vorsitzende und zwei republikanische Kommissionsmitglieder befürworteten die rund 26 Milliarden Dollar schwere Firmenehe, zwei demokratische FCC-Mitglieder stimmten dagegen.

Zuvor hatte bereits das US-Justizministerium die Fusion genehmigt, an die Erlaubnis aber Bedingungen wie den Verkauf von Konzernteilen und Mobilfunkfrequenzen geknüpft. Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint entsteht ein Mobilfunkriese, der auf gut 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt.

In trockenen Tüchern ist das Projekt aber noch nicht, denn mehrere US-Bundesstaaten klagen vor einem Bundesgericht in New York dagegen. Sie befürchten, dass eine Fusion der Nummern drei und vier des US-Mobilfunkmarktes die Preise in die Höhe treiben würde.

Solange der Rechtsstreit andauert, werden die Tochter der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen und Sprint die Transaktion nicht zum Abschluss bringen. Ein Verhandlungstermin wurde für den 9. Dezember festgelegt. Telekom-Chef Tim Höttges hatte im Sommer gesagt, es gebe zwar immer die Möglichkeit eines Vergleichs, er gehe aber davon aus, dass sich das Unternehmen vor Gericht damit auseinandersetzen müsse.


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Vor gut eineinhalb Jahren hatte sich die Telekom nach langem Ringen mit dem Sprint-Haupteigner Softbank Börsen-Chart zeigen auf die Modalitäten eines Zusammengehens geeinigt. Mit der Fusion wollen die beiden kleineren Anbieter am US-Mobilfunkmarkt jährlich über sechs Milliarden Dollar an Kosten sparen. Mit dann rund 130 Millionen Mobilfunkkunden wollen sie sich zu einem mächtigen Gegenspieler für die beiden Platzhirsche Verizon Börsen-Chart zeigen und AT&T mausern.

mg/rtr, dpa-afx

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