Telekom-Tochter steigert Gewinn T-Mobile US gewinnt in Corona-Krise 452.000 Kunden hinzu

Der neue Chef der Telekom-Tochter T-Mobile US, Mike Sievert, kann in der Corona-Krise viele Kunden hinzugewinnen. Während der Gewinn kletterte, stagnierte die Erlöse allerdings

Der neue Chef der Telekom-Tochter T-Mobile US, Mike Sievert, kann in der Corona-Krise viele Kunden hinzugewinnen. Während der Gewinn kletterte, stagnierte die Erlöse allerdings

Foto: Brian Ach / AP

Der Mobilfunker T-Mobile US hat in der Corona-Krise eine neue Bestmarke beim Gewinn erzielt. Das Nettoergebnis sei im ersten Quartal um fünf Prozent auf 951 Millionen Dollar gestiegen, teilte das für seine aggressive Preispolitik bekannte Tochterunternehmen der Deutschen Telekom (Kurswerte anzeigen) am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA mit. Es ist das letzte Mal, dass die Nummer drei in den USA ihre Quartalszahlen ohne das Ergebnis des kürzlich übernommenen Rivalen Sprint bekanntgibt.

Die Erlöse stagnierten indes bei 11,1 Milliarden Dollar. Die Covid-19-Pandemie habe das Geschäft belastet und dürfte dies auch noch weiter tun, warnte das Unternehmen. Dennoch gelang es, nach Abzug von Kündigungen 452.000 neue Telefonverträge unter eigener Marke hinzuzugewinnen. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

Eine Jahresprognose sei wegen der Corona-Krise nicht möglich. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Erwartungen, die Aktie drehte nachbörslich zunächst ins Plus.


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T-Mobile hatte am 1. April nach einer zweijährigen kartellrechtlichen Zitterpartie endlich den lang ersehnten Zusammenschluss mit dem kleineren US-Rivalen Sprint zum Abschluss bringen können. Zeitgleich mit der Fusion trat auch der langjährige Firmenchef John Legere zurück. Inzwischen hat er sich gänzlich aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Der charismatische Manager galt neben Telekom-Chef Tim Höttges als treibende Kraft des Zusammenschlusses mit der Softbank-Tochter Sprint.

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Legere-Nachfolger Mike Sievert gab nun als Ziel für das zweite Quartal ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 6,2 und 6,5 Milliarden Dollar aus. Das fusionierte Unternehmen will künftig unter dem Namen "New T-Mobile" Jagd auf die Branchenführer Verizon und AT&T machen und zur Nummer Eins im US-Mobilfunkmarkt aufsteigen . Wegen der Unsicherheiten in Folge der Coronavirus-Pandemie will Sievert stärker auf die Ausgaben schauen.

Der T-Mobile-US-Mutterkonzern Deutsche Telekom gibt am 14. Mai Einblick ins abgelaufene Quartal.

rei/dpa/Reuters