ADAC Postbus: Auch Zürich will das Joint Venture anfahren
Foto: Jan Woitas/ dpaHamburg - Die Deutsche Post und der ADAC wollen laut "Spiegel" ihr Angebot an Fernbussen massiv ausweiten. Von Mitte August an soll sich die Zahl der ans Fernbusnetz angeschlossenen Städte auf 60 verdoppeln, berichtet das Nachrichtenmagazin. Erstmals sollen demnach auch ausländische Ziele wie Zürich bedient werden. Durch Expresslinien solle sich die Reisezeit auf wichtigen Stecken verkürzen.
Schätzungen zufolge beträgt das Geschäftsvolumen im Fernbusmarkt in diesem Jahr 160 Millionen Euro. 2015 soll es sich auf 350 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
Seit gut eineinhalb Jahren ist es Busunternehmern in Deutschland erlaubt, in großem Stil Linienverkehr für Fernstrecken anzubieten. Mittlerweile sind laut Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) 40 Unternehmen am Fernbusmarkt aktiv, die aktuell knapp 170 Linien anbieten. Im vergangenen Jahr waren Schätzungen zufolge rund neun Millionen Reisende im Fernbus unterwegs gewesen.
Bill McDermott (l.) ist jetzt alleiniger Chef von SAP, sein Kollege Jim Hagemann Snabe hat den Vorstand im Mai verlassen. Zusammen waren sie 2013 noch Spitze im Gehaltsranking der Dax-Konzernchefs mit 19,6 Millionen Euro (Gehälter, Boni und Aktienoptionen, ohne Pensionsrücklagen). Snabe erhielt knapp 10, McDermott 9,6 Millionen Euro zugesagt. Für beide bedeutete das ein Einkommenplus von mehr als 30 Prozent.
Martin Winterkorn bekam abermals rund 15 Millionen Euro von Volkswagen und damit die mit Abstand höchste individuelle Vergütung. Dafür sorgte vor allem ein hoher gewinnabhängiger Bonus. Gegenüber dem Rekordeinkommen von 17 Millionen Euro im Jahr 2011, das öffentliche Kritik auslöste, hat Winterkorn bewusst etwas zurückgesteckt. Nach wie vor steht er mit dem Betrag nah an der Weltspitze.
An der Spitze der Deutschen Bank erhielten Anshu Jain und Jürgen Fitschen ebenfalls 15 Millionen Euro - geteilt durch zwei immer noch eine erkleckliche Summe. Beide erhielten die höchsten Festgehälter im Dax mit jeweils 2,3 Millionen Euro und machten im Gesamteinkommen mit 38 Prozent den größten Sprung.
Dieter Zetsche kam mit 8,4 Millionen Euro auf eine ähnlich hohe Vergütung wie schon 2012. Aktienkurs und Geschäftsergebnis von Daimler legten nach jahrelanger Schwäche aber deutlich zu.
Einen der größten Zuwächse erreichte mit 33 Prozent Karl-Ludwig Kley. Der Chemie- und Pharmekonzern Merck zahlte dem Anführer des Verbands der Chemischen Industrie 7,3 Millionen Euro. Das Unternehmen verdoppelte seinen Gewinn.
Wie die anderen Anführer der großen Autokonzerne, machte Norbert Reithofer mit seiner ohnehin schon hohen Vergütung keinen weiteren großen Sprung. 7 Millionen Euro sagte ihm BMW zu.
Wolfgang Reitzle erhielt in seinem letzten vollen Jahr an der Spitze des Industriegasekonzerns Linde so viel wie zuvor - 6,9 Millionen Euro.
Auch Kasper Rorsted trat auf der Stelle, wird sich darüber aber kaum beklagen. Der Konsumgüterkonzern Henkel vergütete seinen Chef mit 6,8 Millionen Euro.
Den überwiegenden Teil des vergangenen Geschäftsjahres war bei Siemens noch Peter Löscher (r.) am Ruder. Er bekam für zehn Monate 5,7 Millionen Euro, aber keinen Bonus mehr - hochgerechnet auf ein Jahr wären das 6,8 Millionen Euro, ein Minus von 9 Prozent. Sein Nachfolger Joe Kaeser verdiente 7,4 Millionen Euro, und das hauptsächlich noch als einfacher Finanzvorstand.
Etwas weiter aufwärts ging es für Michael Diekmann. Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Allianz erhielt 6,3 Millionen Euro, das reichte für Platz 10 von 30.
Um die Energieversorger steht es nicht gut. Dennoch konnte Johannes Teyssen bei Eon seine Vergütung von 5,7 Millionen Euro halten.
Mit einem besonders hohen Anteil des Festgehalts kam Frank Appel auf 5,6 Millionen Euro, ähnlich wie 2012. Die Deutsche Post zahlt ihrem Vormann damit eine Vergütung, die etwa dem Durchschnitt im Dax entspricht.
Kurt Bock ist an der Spitze des Chemie-Weltmarktführers BASF in ruhigem Fahrwasser. Mit seinen 5,3 Millionen Euro rangierte er zuvor schon hinter Branchenkollege Kley.
Der erste Jahresverlust in der Geschichte von RWE änderte nicht viel am Einkommen von Peter Terium. Der Chef des strauchelnden Versorgers erhielt 4,9 Millionen Euro.
Neu in der vorderen Hälfte der Dax-Tabelle findet sich Heinrich Hiesinger. Zum Ende des Jahres gelang ihm vielleicht der entscheidende Streich zur Rettung des Industriekonzerns ThyssenKrupp, der dennoch weiterhin rote Zahlen schrieb. Die Vergütung stieg um 11 Prozent auf 4,9 Millionen Euro.
Marijn Dekkers führt die die untere Tabellenhälfte an - und die zwischenzeitlich wertvollste Aktiengesellschaft im Dax. Pharmariese Bayer reduzierte seine Vergütung aber leicht auf 4,8 Millionen Euro.
Für Stefan Heidenreich ging es beim Nivea- und Tesa-Hersteller Beiersdorf leicht aufwärts auf 4,4 Millionen Euro.
Wenig Glanz und Gloria versprüht das Baustoffgeschäft von Heidelbergcement. Gehaltsmäßig konnte Bernd Scheifele sich mit 4,3 Millionen Euro etwas besser fühlen.
Solide Zahlen kommen gewöhnlich von Nikolaus von Bomhard. Der Chef des Rückversicherers Munich Re erhielt mit 4,2 Millionen Euro leicht weniger als im Vorjahr.
Mit dem Kauf der meisten Krankenhäuser von Rhön-Klinikum hat Ulf Schneider einen Coup gelandet, der seinem Gesundheitskonzern Fresenius eine mächtigere Rolle verleiht. Seine Vergütung stieg um 17 Prozent auf 4,1 Millionen Euro. Von der ebenfalls im Dax notierten Konzerntochter Fresenius Medical Care erhielt der neu angetretene Chef Rice Powell etwas weniger als sein Vorgänger Ben Lipps, nämlich 3,3 Millionen Euro.
Elmar Degenhart hat laut dem Pay-Performance-Ranking des manager magazins erneut am meisten Rendite und Aktienwert für sein Geld geschaffen, obwohl er für Continental spürbar teurer wurde. 4,1 Millionen Euro bedeuten einen Sprung um ein Drittel, dennoch bleibt er im Vergleich unter den zehn Geringverdienern.
Weniger Bonus drückte die Vergütung von Herbert Hainer auf 3,9 Millionen Euro. Darin enthalten sind Rückstellungen, die Adidas über mehrere Jahre hinweg bildet und an das Erreichen von Performance-Zielen bindet.
Der zum Jahreswechsel ausgeschiedene Telekom-Chef René Obermann erhielt 3,8 Millionen Euro, etwas weniger als 2012.
An der Vergütung von Reto Francioni änderte sich nicht viel. Der Chef der Deutschen Börse kam auf 3,5 Millionen Euro.
Im vergangenen Jahr war Axel Heitmann noch im Amt als Vorstandschef des Chemiekonzerns Lanxess. Seine Vergütung halbierte sich aber nahezu auf 2,4 Millionen Euro. Der Bonus des inzwischen von Finanzmann Matthias Zachert ersetzten Managers wurde drastisch gekappt.
Für Norbert Steiner war es ein ungewohnt turbulentes Jahr. Der Zusammenbruch des osteuropäischen Kalikartells ließ den Preis des Rohstoffs fallen, und das knabbert zusammen mit teuren Investitionen an der zuvor hohen Rendite von K+S. Der Chef verdiente in Kassel 2,1 Millionen Euro, leicht weniger als 2012.
Als Neuling musste Reinhard Ploss mit einer geringeren Vergütung starten als sein Vorgänger. Infineon zahlte ihm 1,8 Millionen Euro, Peter Bauer hatte 2012 aufs Jahr hochgerechnet noch 2,9 Millionen bekommen.
In seinem letzten vollen Jahr als Chef der Lufthansa musste Christoph Franz auch an sich selbst sparen, seine Vergütung sank auf 1,8 Millionen Euro. Als Exot unter den Dax-Chefs erhielt er mehr Festgehalt als variablen Bonus. Als Verwaltungsratschef des Schweizer Pharmariesen Roche kann Franz sein Einkommen vervielfachen.
Konstant am Ende der Skala steht Martin Blessing. Das Gehalt des Commerzbank-Chefs wird zwar nicht mehr vom Staat auf 500.000 Euro gedeckelt. Bei 1,4 Millionen ist aber Schluss, da Blessing auf einen Bonus verzichtet. Damit verdient der Vorstandsvorsitzende weniger als sein Investmentbankchef Michael Reuther.
Quellen: Towers Watson, Vergütungsberichte der Unternehmen
An der Spitze der Deutschen Bank erhielten Anshu Jain und Jürgen Fitschen ebenfalls 15 Millionen Euro - geteilt durch zwei immer noch eine erkleckliche Summe. Beide erhielten die höchsten Festgehälter im Dax mit jeweils 2,3 Millionen Euro und machten im Gesamteinkommen mit 38 Prozent den größten Sprung.
Foto: Arne Dedert/ dpaDen überwiegenden Teil des vergangenen Geschäftsjahres war bei Siemens noch Peter Löscher (r.) am Ruder. Er bekam für zehn Monate 5,7 Millionen Euro, aber keinen Bonus mehr - hochgerechnet auf ein Jahr wären das 6,8 Millionen Euro, ein Minus von 9 Prozent. Sein Nachfolger Joe Kaeser verdiente 7,4 Millionen Euro, und das hauptsächlich noch als einfacher Finanzvorstand.
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