Mittwoch, 22. Mai 2019

Elektrotransporter Post will mit XL-Scooter auf den Massenmarkt

Streetscooter Work XL: Post hat Drittkunden und große Stückzahlen im Visier

"Wir stehen am Anfang einer gigantischen Entwicklung": Gemeinsam mit Ford hat die Deutsche Post den Elektrotransporter StreetScooter entwickelt. Nun soll das Fahrzeug auch auf dem Massenmarkt angeboten werden.

Die Deutsche Post und der Automobilkonzern Ford wollen ihren gemeinsam entwickelten E-Transporter StreetScooter Work XL offenbar in großen Stückzahlen verkaufen. Perspektivisch sei "auch der Verkauf an Drittkunden vorgesehen", teilten beide Unternehmen mit. Bisher hatte nur die Deutsche Post das Elektrofahrzeug eingesetzt.

"Wir stehen am Anfang einer gigantischen Entwicklung", sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Die Kooperation mit Ford sei sehr gut verlaufen, sagte Gerdes. Beide Seiten seien "begeistert". Deshalb sei es sinnvoll, gemeinsam mit Ford "über weitere Aktivitäten nachzudenken". Im kommenden Monat werde er voraussichtlich den Standort für eine neue, zweite StreetScooter-Fabrik in NRW bekannt geben.

Ursprünglich hatte die Universität RWTH Aachen das Fahrzeug entwickelt, auf die Bedürfnisse der Postzusteller zugeschnitten. Im Dezember 2014 hatte die Post sich dann alle Anteile der von der Uni gegründeten StreetScooter GmbH gesichert. Rund 3000 der Transporter fahren derzeit bereits für die Post durch deutsche Ballungsräume.

Nun sollen in diesem Jahr rund 150 Vorserienfahrzeuge des neuen Modells vom Band laufen, bis Ende 2018 sollen es 2500 werden. Der neue Transporter basiert auf einem Fahrgestell des Ford Transit und wird mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben der Post ausgestattet. Das neue Modell sei ideal für die Paketzustellung in Großstädten und Ballungsräumen, betonte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Der Transporter bietet Platz für über 200 Pakete. Seine Reichweite liegt bei bis zu 200 Kilometern.

 la/reuters

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung