Mittwoch, 27. Mai 2020

Brexit, Handelskrieg und Co. Deutsche Börse profitiert von Turbulenzen

Geht es an den Märkte turbulent zu, profitiert die Deutsche Börse als Marktplatzbetreiber auch von der gestiegenen Nachfrage nach Absicherungsprodukten.

Die Deutsche Börse Börsen-Chart zeigen hat im dritten Quartal vor allem von den Marktturbulenzen in Folge des Handelskriegs und des Brexit-Dauerstreits profitiert. Die Nettoerlöse seien in den drei Monaten bis Ende September um 13 Prozent auf 734 Millionen Euro geklettert, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Montagabend in Frankfurt nach Handelsschluss mit.

Ein Großteil sei auf strukturelles Wachstum sowie günstige Marktbedingungen zurückzuführen - etwa die zeitweise hohen Schwankungen an den Aktienmärkten. Diese hätten vor allem die Nachfrage nach Absicherungsprodukten nach oben getrieben, die auf Plattformen der Deutschen Börse gehandelt werden. Ein geringer Teil des Wachstums geht auf kleinere Übernahmen der vergangenen Jahre zurück.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 17 Prozent auf 462 Millionen Euro zu. Damit übertraf die Deutsche Börse beim Erlöswachstum die Erwartungen der Experten. Das Gewinnplus fiel in etwa so aus, wie Analysten es erwartet hatten.

rei/dpa

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