Samstag, 20. Juli 2019

Deutsche Bahn 200 neue Züge für sechs Milliarden Euro

Mehr Passagiere, mehr neue Fernzüge

Immer mehr Menschen nutzen die Fernzüge der Deutschen Bahn. Ihre Zahl könnte bis 2030 auf 200 Millionen steigen, prognostiziert der Konzern und sorgt jetzt lieber vor, anstatt später womöglich erneut einen Sturm der Kritik zu ernten.

Die Deutsche Bahn will ihr Angebot im Fernverkehr auch mit weiteren neuen Zügen ausbauen. In diesem Jahr kämen 15 zusätzliche ICE 4 dazu, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber der Deutschen Presse-Agentur. Zehn neue Doppelstock-Intercitys (IC2) sollen ebenfalls 2019 den Betrieb aufnehmen. Bestellt würden jetzt außerdem 23 neue Eurocity-Züge.

Insgesamt sollen bis 2024 somit 200 neue Züge für mehr als sechs Milliarden Euro in die Flotte kommen. Daneben würden ältere ICE 1 und ICE 3 generalüberholt.

Damit wolle die Bahn die erfreuliche Tendenz fortschreiben, "dass so viele Menschen wie niemals zuvor mit unseren ICE und IC-Zügen fahren", sagte Huber. Im vergangenen Jahr seien deutlich mehr als 145 Millionen Fahrgäste in den Fernzügen unterwegs gewesen - nach 142 Millionen im Jahr zuvor und 130 Millionen zum Start eines neuen Fernverkehrskonzepts 2015. "Bis 2030 werden wir dann in der Lage sein, sogar 200 Millionen Menschen im Fernverkehr zu befördern."


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Im Tagesgeschäft steht der bundeseigene Konzern wegen Unpünktlichkeit und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik. Auch unter Druck der Bundesregierung soll die Bahn die Probleme möglichst schnell in den Griff bekommen. Die Grünen hatten zuletzt eine Ausweitung des Fernzug-Netzes auf bisher abgekoppelte Großstädte gefordert.

rei/dpa

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