Samstag, 24. August 2019

Vielfahrer trifft es besonders Bahn erhöht die Preise zum Winter

Die Preise für Bahn-Tickets steigen erneut

Die Deutsche Bahn erhöht die Preise. Auch wenn der Aufschlag im Schnitt unter der Inflationsrate liegt, müssen manche Reisende zum 9. Dezember deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher.

Bahnfahren wird in diesem Winter wieder teurer. Das Preisniveau für Fahrten im Fernverkehr steigt zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember um 0,9 Prozent, teilte die die Deutsche Bahn am Donnerstag mit. Die gleiche Erhöhung gab es vor einem Jahr.

Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) werden in der ersten und der zweiten Klasse im Durchschnitt jeweils 1,9 Prozent teurer. Wer seine Reise bis zum 8. Dezember bucht, fährt noch zu alten Preisen.

Mit der Anhebung um 0,9 Prozent bleibe man unter der momentanen Inflationsrate, stellte die Bahn fest. Die Teuerung lag in Deutschland im September bei 2,3 Prozent.

Mit dem Fahrplanwechsel baut die Bahn ihr Angebot auf beliebten Strecken aus. So werden auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München künftig fünf statt drei Sprinterzüge pro Tag und Richtung unterwegs sein. Außerdem fährt dort nun auch der ICE 4, die jüngste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges.

Ab Dezember wird täglich ein ICE auch von Berlin nach Wien und zurück fahren. Fahrzeit: knapp acht Stunden. Zwischen Düsseldorf und Stuttgart wird die Bahn häufigere Direktverbindungen über den Frankfurter Flughafen anbieten. Ab April 2019 fährt die Linie Frankfurt-Köln-Aachen-Brüssel durchgehend im Zweistundentakt. Neu ist auch die Eurocity-Verbindung von Berlin nach Breslau und Krakau in Polen.

Bahn bittet verstärkt Vielfahrer zur Kasse

Bereits am Montag hatte die Bahn über eine jahrelange Sanierung der alten ICE-Strecke Hannover-Würzburg informiert. Der erste Abschnitt Hannover-Göttingen wird deshalb von Juni bis Dezember 2019 voll gesperrt. Die Fernzüge werden umgeleitet, die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 45 Minuten.

Mit den neuen Preisen werden Vielfahrer relativ stark zur Kasse gebeten: Für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 sind in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Die Preise für Platzreservierungen sowie für die Rabattkarten Bahncard 25 und Bahncard 50 verändern sich nicht. Kräftig erhöht wird das Extra-Entgelt für den Kauf eines Tickets im Zug: von 12,50 Euro auf 19 Euro.

Zugfahrten im Regionalverkehr über Grenzen von Verkehrsverbünden hinweg werden im Dezember im Durchschnitt 1,5 Prozent teuer, wie die Bahn bereits vor zwei Wochen mitgeteilt hatte. Betroffen ist etwa jeder fünfte Nahverkehrskunde. Für die anderen gelten die Tarife der Verkehrsverbünde. In vielen von ihnen fällt die Fahrpreiserhöhung für Busse und Bahnen zum Jahreswechsel aus. So bleiben die Ticketpreise in Berlin, Brandenburg sowie in den Großräumen Stuttgart und München so wie sie sind.

rei/dpa

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