Sonntag, 18. August 2019

Wechsel zur Bahn Pofalla soll Grubes Statthalter werden

Bahn-Chef Grube (mit Pofalla, v.l.): "Heute berichten 22 Konzernbereiche direkt an mich. Das ist zu viel. Herr Pofalla wird etwa die Hälfte davon übernehmen."

Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla soll nach seinem Wechsel zur Deutschen Bahn deutlich mehr Verantwortung übernehmen als bislang gedacht. Sein Aufstieg in den Bahn-Vorstand scheint sicher.

Der ehemalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) wird nach seinem für Anfang 2015 vorgesehenen Wechsel zur Deutschen Bahn über mehr Kompetenzen verfügen als bisher angenommen. Bahn-Chef Rüdiger Grube sagte der "Rheinischen Post": "Heute berichten 22 Konzernbereiche direkt an mich. Das ist zu viel. Herr Pofalla wird etwa die Hälfte davon übernehmen."

Neben der bereits bekannt gewordenen Aufgabe der politischen Kontaktpflege werde "Pofalla als Generalbevollmächtigter unter anderem auch die Verantwortung für sämtliche Konzernbevollmächtigten der Bundesländer sowie für die Bereiche Wirtschaft und Regulierung übernehmen", sagte Grube demnach.

Er bestätigte der Zeitung zufolge auch,dass Pofalla mit dem noch ausstehenden Einverständnis des Aufsichtsrates perspektivisch auch in den Bahn-Vorstand aufsteigen solle. Als dieser Plan Ende vergangenen Jahres durchgesickert war, reagierten Teile des Bahn-Aufsichtsrats verärgert. Die Kontrolleure fühlten sich übergangen.

Grube sagte der Zeitung dazu: "Da ist bei der Kommunikation nicht alles ganz glücklich gelaufen". Am Mittwoch will Grube den Aufsichtsrat offiziell über seine Pläne mit Pofalla unterrichten.

ts/afp

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung