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Fußballbundesliga: Das große Sponsorenranking - von FC Bayern bis RB Leipzig

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Fußball-Bundesliga Deutschlands Topliga ist ausvermarktet

Zur Saison 2016/17 gibt es drei neue Haupt- und Trikotsponsoren in der Fußballbundesliga. Drei Clubs bekommen zudem ihre Trikots jetzt von neuen Ausrüstern. Der große SPONSORs-Vermarktungscheck.
Von Gabriel Wagner

Deutschlands Eliteliga ist ausvermarktet: Alle wichtigen Sponsorenmandate sind zum Start der Bundesliga- Saison 2016/17 belegt. Einige Clubs mussten jedoch in der Hauptvermarktungszeit im Sommer länger suchen als andere.

Als letzter Bundesligist konnte Eintracht Frankfurt im Juli einen neuen Haupt- und Trikotsponsor präsentieren. Mit Krombacher sprang ein alter Bekannter als Interimslösung mit einem Einjahresvertrag ein und zahlt dafür rund fünf Millionen Euro pro Jahr an die SGE. Im Sommer 2017 wird die Brauerei dann wieder zurück auf die Premium-Partner-Ebene wechseln. Damit wiederholt sich Geschichte: Das Unternehmen hatte bereits in der Spielzeit 2012/13 als Hauptsponsor der Hessen ausgeholfen. Neben Krombacher gibt es zum Saisonstart zwei weitere neue Unternehmen auf den Trikotbrüsten der Bundesligisten, vier bestehende Hauptsponsorships wurden zudem bereits im Laufe der vergangenen Spielzeit verlängert.

Bei Bayer 04 Leverkusen engagiert sich die Barmenia seit dieser Saison als neuer Haupt- und Trikotsponsor (sechs Millionen Euro p. a.). Damit gibt es nun zwei Versicherungsunternehmen unter den Haupt- und Trikotsponsoren in der Bundesliga, neben der Barmenia noch die WWK beim FC Augsburg. Beim Aufsteiger SC Freiburg ersetzte hingegen eine Molkerei die andere auf dem Trikot: Schwarzwaldmilch folgte im Sommer als Hauptsponsor auf Konkurrent Ehrmann (2,7 Millionen Euro p. a.).

Bayer Leverkusen und SC Freiburg wechseln Hauptsponsor und Ausrüster

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Fußballbundesliga: Das große Sponsorenranking - von FC Bayern bis RB Leipzig

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Bayer 04 und der SC Freiburg wechselten jedoch nicht nur ihre Hauptsponsoren, sie verfügen mittlerweile beide auch über neue Ausrüster. Jako sicherte sich das Mandat beim Werksclub für zwei Jahre, der Sport- Club wird künftig bis 2020 von Hummel ausgestattet. Und auch beim VfL Wolfsburg hat es einen Ausrüsterwechsel gegeben. Die Niedersachsen werden bis 2025 von Nike ausgerüstet. Der Vertrag des früheren Ausrüsters Kappa wurde zum Ende der vergangenen Spielzeit vorzeitig beendet.

Neu im Fußball-Oberhaus kommt für Nike neben dem Mandat in der Autostadt auch Aufsteiger RB Leipzig hinzu. Das US-Unternehmen führt nun mit insgesamt sechs Ausrüsterpartnerschaften das Ranking in der Bundesliga vor Adidas mit vier Clubs an. Es folgen Jako und Lotto Sport Italia mit je zwei Mandaten sowie Erima, Hummel, Puma und Kappa, die jeweils einen Club unter Vertrag haben.

Zwei Verträge laufen aus

Die Ausrüsterverträge der Bundesligisten laufen alle mindestens noch bis zum Jahr 2018. Manche Clubs müssen aber schon wieder neue Hauptsponsoren für die Spielzeit 2017/18 suchen. Neben dem Vertrag von Krombacher als Hauptsponsor von Eintracht Frankfurt läuft im Sommer 2017 Stand heute auch der Kontrakt zwischen Wiesenhof und Werder Bremen aus. Entsprechende Abschiedspläne hatte das Unternehmen gegenüber SPONSORS bereits Ende des Jahres 2015 bestätigt.

Die Branchenführer FC Bayern München und Borussia Dortmund hingegen verfügen über langfristige Verträge mit ihren Hauptsponsoren. Während Evonik  noch bis mindestens 2025 beim BVB wirbt (18 Millionen Euro p. a.), hat sich die Deutsche Telekom bereits im vergangenen Jahr bis 2023 an den FC Bayern gebunden. Das Unternehmen zahlt seither bis zu 50 Millionen Euro jährlich an den Rekordmeister. Auch der FC Schalke 04 hat mit seinem Hauptsponsor bis 2022 verlängert. Gazprom erhöhte sein Engagement im Frühjahr von bisher 15 auf rund 20 Millionen Euro pro Jahr.

Hatte es zum Start der vergangenen Saison mit der Augsburger WWK Arena und dem Hamburger Volksparkstadion zwei neue Stadionnamen gegeben, kommt zum diesjährigen Liga-Start nur ein neuer Name hinzu: Der 1. FSV Mainz 05 spielt seit Juli in der Opel-Arena. Der Autobauer folgt als Namensgeber des Stadions auf den Versicherer Coface und lässt sich das Engagement jährlich rund zwei Millionen Euro kosten - etwas mehr als sein Vorgänger.


Diesen Text veröffentlichten wir mit freundlicher Genehmigung von SPONSORs,  dem Fachmagazin für Sport-Business. Erschienen in der September-Ausgabe von SPONSORs.

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