Whitewave Foods vor Verkauf 12,5 Milliarden für Sojamilch - Danone macht auf Bio

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Der Nahrungsmittelkonzern Danone will sein Geschäft mit gesunden Lebensmitteln mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA ausbauen. Der französische Nahrungsmittelhersteller bietet für den US-Konzern Whitewave Foods je Aktie 56,25 US-Dollar in bar, teilte der Konzern am Donnerstag in Paris mit. Das Transaktionsvolumen liege damit bei rund 12,5 Milliarden Dollar.

Das Management beider Konzerne unterstütze den Deal. Mit einem Abschluss werde bis zum Jahresende gerechnet, wenn die Behörden zustimmen. Zuvor hatten bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg und die "Financial Times" über das mögliche Gebot berichtet.

Der US-Konzern konnte den Umsatz, der 2015 bei 4 Milliarden Dollar lag, zuletzt wegen der steigenden Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln stark steigern.Für dieses Jahr erwarten Experten erneut ein zweistelliges Wachstum. Damit wachsen die Amerikaner schneller als Danone. Whitewave würde den Franzosen unter anderem die Sojamilch-Marke Silk bringen. Zudem würden Produkte wie die Horizon-Milch, der organische Joghurt Wallaby oder Earthbound-Salate zu Danone wandern.

Whitewave Foods ist seit 2012 an der US-Börse notiert. Damals war die Aktie für 17 Dollar verkauft worden. Bis Mitte 2015 verteuerte sich das Papier bis auf 52 Dollar. Danach fiel der Kurs wieder etwas ab, konnte sich aber in den vergangenen Monaten wieder deutlich erholen. Seit dem Jahrestief Anfang Februar stieg der Börsenwert des Unternehmens wieder um etwas mehr als 50 Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Dollar.

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Die Übernahme wäre der "Financial Times" zufolge die größte ihrer Art für Danone seit einem Jahrzehnt und die erste größere Transaktion von Emmanuel Faber, seit dieser Ende 2014 die Führung des weltgrößten Joghurtherstellers übernahm. Die Nahrungsmittelkonzerne beteiligen sich mit großem Einsatz an der globalen Übernahmewelle. Zuletzt bot Mondelez 25 Milliarden Dollar für den Schokolade-Hersteller Hershey. Der größere Schweizer Wettbewerber hat gerade den deutschen Manager Ulf Schneider angeheuert.

ak/dpa-afx/reuters
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