Montag, 21. Oktober 2019

Wurstgate bei Daimler - die wichtigsten Fragen Was Sie zum Wurst Case bei Daimler wissen müssen

Wurstgate bei Daimler: Der Fall definiert die deutsche Aktionärskultur neu
DPA, REUTERS
Wurstgate bei Daimler: Der Fall definiert die deutsche Aktionärskultur neu

Aufruhr bei Daimler: Während der Hauptversammlung in Berlin stritten sich Daimler-Aktionäre um die Würstchen am Buffet, 12.500 "Saitenwürschtle" reichten für 5500 angereiste Aktionäre offenbar nicht aus. Ein Aktionär packte wiederholt Würstchen in eine mitgebrachte Tasche - Daimler-Chefaufseher Manfred Bischoff ließ die Polizei rufen, um den Aktionärsaufstand zu schlichten.

Der Fall definiert nicht nur die deutsche Aktionärskultur neu, er gibt auch tiefe Einblicke über das strategische Verhalten von Aktionären und Unternehmensführung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Daimlers "Würstchengate".

Kurzfristig muss sich Daimler darauf konzentrieren, drohende Klagen in Deutschland und den USA abzuwehren. Gestern erreichte uns das Schreiben einer angesehenen Hamburger Kanzlei, die eine Sammelklage prüft: Einige der von der Kanzlei vertretenen Daimler-Aktionäre berichteten, dass sie aufgrund der Unterversorgung und der daraus folgenden Hungergefühle nicht mehr in der Lage waren, den Beiträgen auf der Hauptversammlung in dem erforderlichen Maße Aufmerksamkeit zu schenken. Daher werde geprüft, ob eine Anfechtung der Hauptversammlungsbeschlüsse in Frage komme. Zudem würde man auch Klage auf Herausgabe der entgangenen Saitenwürtschle erheben. Doch es könnte noch dicker kommen.

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