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Zug von DB Cargo löst offenbar Unfall aus - Tote und Verletzte Deutsche Bahn sichert nach Zugunglück Unterstützung zu

Nach dem Zugunglück mit mindestens sechs Toten und 16 Verletzten in Dänemark will die Deutsche Bahn die Behörden vor Ort bei den Untersuchungen unterstützen. Das sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Berlin. "Wir sind sehr betroffen über das tragische Zugunglück", fügte er hinzu. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen." Zur Unfallursache wollte die Bahn sich nicht äußern und verwies auf die zuständigen Behörden.

Auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) war am Mittwochmorgen ein Passagierzug bei starkem Wind von einem Gegenstand getroffen worden, der Medienberichten zufolge von einem entgegenkommenden Güterzug stammte.

Der Güterzug der Bahn-Tochter DB Cargo hatte Lastwagen mit Getränkekisten geladen. Fotos des Zuges zeigten am Mittwoch aufgerissene Planen und verrutschte Ladung auf den Lastwagen.

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Dänemark: Schweres Unglück auf der Storebæltbrücke

Foto: Michael Bager/Ritzau Scanpix via REUTERS

Das Unglück ereignete sich gegen 07.30 Uhr am Morgen auf der 18 Kilometer langen Brücke über den Großen Belt, die die dänischen Inseln Seeland im Osten und Fünen im Westen verbindet. An Bord des Passagierzugs saßen 131 Passagiere und drei Zugbegleiter. Der dänischen Agentur Ritzau zufolge handelte es sich um das schlimmste Zugunglück in Dänemark seit 1988.

Heidi Langberg Zumbusch hatte gerade erst ihren Platz in dem Zug eingenommen, als sich das Unglück ereignete. "Es gab einen lauten Aufprall und dann fielen die Fenster auf unsere Köpfe", sagte sie dem dänischen Sender DR. Die Mitreisenden seien auf den Boden geworfen worden, dann habe der Zug gestoppt. "Wir hatten Glück. Bei den Menschen im Waggon vor uns war das nicht so", ergänzte Langberg Zumbusch.

Die Storebæltbrücke ist einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Sie verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland, auf der unter anderem Kopenhagen liegt. Die Brücke war wegen des Unglücks zwischenzeitlich komplett gesperrt worden, seit dem Vormittag können Fahrzeuge sie in östlicher Richtung wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren.

rei/dpa/afp
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